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Wissenschaftliche Weiterqualifikation / Promotion

Kreidemännchen steigt Treppe

Wenn Ihnen das wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen Ihrer Bachelor- und Masterarbeit Spaß gemacht hat, Sie gern forschend Zusammenhänge ergründen und sich mit Interesse und Ausdauer auch über längere Zeit und mit hoher Intensivität mit einem Thema beschäftigen, könnten Sie nach dem Studium eine wissenschaftliche Weiterqualifizierung in Erwägung ziehen und/oder an Forschungsprojekten mitarbeiten.

Eine Promotion ist ein langjähriger Prozess (3 bis 5 Jahre, je nachdem ob berufsbegleitend oder als Haupttätigkeit) und erfordert daher insbesondere die Kompetenzen, die bereits im Studium von Ihnen verlangt und im Laufe dessen erlernt werden: eigenständiges Arbeiten, Organisationsfähigkeit, Selbstdisziplin, Motivation, wissenschaftliches Interesse, Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen. Zudem darf ein gewisses Maß an Idealismus nicht fehlen, denn die Finanzierung einer Doktorarbeit ist nicht immer selbstverständlich.

Einige Promovierende verfassen ihre Doktorarbeit nebenberuflich in ihrer freien Zeit nach der Arbeit. Zumeist wird jedoch eine wissenschaftliche Weiterqualifizierung mit Hilfe eines Stipendiums oder im Rahmen einer Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität finanziert.

Da man sich sehr lange und intensiv mit dem Thema der Doktorarbeit beschäftigt, sollte die Themenwahl gut durchdacht sein, und man sollte sich wirklich sehr für dieses Thema interessieren. Idealerweise hat man sich bereits vorab im Rahmen eines Seminars oder der Masterarbeit mit diesem Thema auseinandergesetzt und will dieses nun vertiefend erforschen.

Betreut wird man dabei von einem Professor, dem "Doktorvater", oder einer Professorin ("Doktormutter"), die den Prozess der Promotion begleiten und unterstützen und am Ende die Dissertation begutachten. Des Weiteren ist der (Erfahrungs-)Austausch mit anderen Promovierenden, u. a. im Rahmen von wissenschaftlichen Kolloquien (Gesprächsrunden) und Graduiertenkollegs (Weiterbildungsangebote für Promovierende) sehr wichtig und hilfreich für die Begleitung der Forschungs- und Schreibprozesse.

Nach Abschluss der Doktorarbeit wird diese bei den Gutachtern eingereicht, bewertet und man muss sie im Rahmen einer Disputation ("Streitgespräch") verteidigen. Nach einem positiven Gutachten und der erfolgreichen Verteidigung muss die Dissertation schließlich veröffentlicht werden (digital im Internet oder als gedruckte Publikation bei einem entsprechenden Verlag), um die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit der Öffentlichkeit und dem Dienste der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Erst dann bekommt man die Dissertationsurkunde ausgehändigt und darf den Doktortitel vor seinem Namen tragen.


Foto:(c)cherries-Fotolia.com