Studienqualitätsmittel für die Lehrkräftebildung

Die Leibniz School of Education verfügt über ein eigenes Budget an Studienqualitätsmitteln, das gezielt eingesetzt wird, um spürbare Verbesserungen für Lehramtsstudierende zu erreichen. Zu diesem Zweck entwickelt die Leibniz School of Education verschiedene eigene Angebote wie etwa Schulpraxis, Fit fürs Referendariat? oder Lehrer/in werden von Anfang an.

Antragsfristen für die Förderung von Projekten

01.06. für das folgende Wintersemester, 01.12. für das folgende Sommersemester
Vergabeverfahren zum Wintersemester 2021/22

In dem aktuellen Verfahren werden ausnahmsweise nur Anträge gefördert, deren jeweilige Antragssumme die Höhe von 6.000,- Euro nicht überschreiten darf.


Antragsschluss ist wie gewohnt der 01.06.


Zusätzlich zu eigenen Projekten der Leibniz School of Education werden lehramtsspezifische Innovationen aus den Instituten, Fakultäten und von Studierenden gefördert. Hierunter fallen in erster Linie Projekte, die einen fach- oder fakultätsübergreifenden Schwerpunkt aufweisen. Dies trifft beispielsweise auf klassische Querschnittsthemen wie Inklusion und Heterogenität, Deutsch als Fremdsprache oder (digitale) Medienkompetenz zu. Auch Initiativen zur besseren Verzahnung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften haben ein großes Verbesserungspotential für die Lehrkräftebildung. Im Falle einer spezifischen Bedarfslage können auch Projekte gefördert werden, die primär einzelnen Fächern zugutekommen. Der Lehramtsbezug steht natürlich auch hier im Mittelpunkt.

Informationen zur Antragstellung

Die Förderung durch Studienqualitätsmittel erfolgt auf der Grundlage eines Antragsverfahrens. Über die Vergabe entscheidet die Studienkommission.


Hinweise zur Antrangstellung finden Sie in den folgenden Dokumenten zum Download:


AUSWAHL BEWILLIGTER PROJEKTE

Sommersemester 2021

  • Förderung digitaler Schlüsselkompetenzen zur Gestaltung einer Industrie und Arbeit 4.0

    Antragsteller*in: Stefan Nagel

    Einrichtung/ Fakultät: Institut für Berufswissenschaft und Metalltechnik/ Fakultät für Maschinenbau

    Projektbeginn: Jan 21-Dez. 21

    Kurzbeschreibung:

    Um den digital geprägten Wandel von Industrie und Arbeit angemessen in der Lehrkräftebildung an der LUH mitzugestalten, besteht das feste Bestreben, mit dem Projekt "Förderung digitaler Schlüsselkompetenzen zur Gestaltung einer Industrie und Arbeit 4.0" ein fachrichtungsübergreifendes Industrie 4.0 - Laborkonzept am Institut für Berufswissenschaften der Metalltechnik zu entwickeln, zu implementieren und zu verstetigen. Im Kern steht dabei ein cyber-physisches Lehr-/Lernsystem (CPL), dessen Einsatz für Bildungszwecke in der dualen Berufsausbildung und in vollzeitschulischen Bildungsgängen bereits erfolgt. Mit der Anschaffung eines cyber-physischen Lehr-/Lernsystems wird es Lehramtsstudierenden erstmalig an der LUH ermöglicht, I 4.0 Versuchssituationen und insbesondere curricular geforderte Inhalte in den Berufsfeldern Metall-, Elektro- und Informationstechnik gegenständlich kennenzulernen und interdisziplinär weiterzuentwickeln. Ziel ist die Schaffung der erforderlichen strukturellen und inhaltlichen Voraussetzungen, um neben der Verbesserung der lehr- lernbezogenen Infrastruktur, vor allem mit Hilfe innovativer Ausstattung, einen praxisnahmen Zugang zu den Themenfeldern Automatisierungstechnik, Digitalisierung sowie Industrie und Arbeit 4.0 durch das projekthafte Erleben und Gestalten digitalisierter Produktionsstrukturen zu ermöglichen.

    Projektziele:

    1. Auf strategischer Ebene soll die Studienqualität durch die Entwicklung innovativer Lehr-/Lernformate und Lernumgebungen sowie durch Flexibilisierung von fachrichtungsübergreifenden Raumnutzungskonzepten am IBM erhöht werden. Durch die geplante Einbindung regionaler Unternehmen und berufsbildenden Schulen besteht zudem das mittelfristige Vorhaben, ein Kompetenz-Hub "Berufsbildung Industrie und Arbeit 4.0" einzurichten, wodurch der Austausch zwischen regionalen Unternehmen, berufsbildenden Schulen und den Fachdidaktiken an der LUH erleichtert wird. Zudem soll das Industrie 4.0 - Laborkonzept langfristig phasenübergreifend in der Lehrkräftebildung eingesetzt werden, um inhaltliche, methodische und strukturelle Erkenntnisse für die Qualifizierung und Weiterbildung von Lehrkräften in den Themenfeldern Digitalisierung und Industrie und Arbeit 4.0 zu generieren und diese anschließend der Scientific Community und der Community of Practice zur Verfügung zu stellen.

    2. Auf operativer Ebene werden kurzfristig zielgruppengerechte Lehr-/Lern-Szenarien mit Studierenden entwickelt und gemeinsam mit Lehrkräften und Auszubildenden erprobt und evaluiert. Die entwickelten Lehr-/Lern-Szenarien sollen mittelfristig, über verfügbare Plattformen und Kanäle, als OER für Bildungszwecke bereitgestellt werden. Darüber hinaus sollen Studierende unterschiedlicher beruflicher Fachrichtungen die Möglichkeit erhalten, aktuelle fachdidaktische Forschungsdesiderata in den Themenfeldern der Digitalisierung und Automatisierungstechnik praxisnah in Studien- und Qualifikationsarbeiten zu bearbeiten. Langfristig soll das Laborkonzept ebenso für regionale Kooperationspartner*innen der beruflichen und allgemeinen Bildung geöffnet werden, damit Lehrkräfte Lehr-/Lern-Szenarien in den themenfeldern Digitalisierung und Automatisierungstechnik entwickeln und am Standort der LUH mit Auszubildenden erproben können. Gleichzeitig besteht damit das Ziel, die Vernetzung zwischen den Fachdidaktiken und regionalen Kooperationspartner*innen zu intensivieren.

  • Eilenrieder Fachgespräche - Inklusion in der musikkulturellen Bildung: vom Analogen zum Digitalen

    Antragsteller*in: Prof. Imke Niediek

    Einrichtung/ Fakultät: Institut für Sonderpädagogik/ Phil. Fakultät

    Projektbeginn: Apr 21-Sep. 21

    Kurzbeschreibung:

    Bei dem geplanten Vorhaben handelt es sich um eine hochschulübergreifende Kooperation von Lehrgebieten der LUH und der HMTM Hannover. Prof.’in Dr. Imke Niediek (LUH) leitet ein BMBF Projekt zum Thema digitale Medien und Musik und hat bereits innovative Lehrformate an der Schnittstelle zwischen inklusiver- und kultureller Bildung realisiert. Prof.‘in Dr. Ina Henning (HMTM) ist Juniorprofessorin für Musikpädagogik mit Schwerpunkt Heterogenität und Inklusion.

    Projektziele:

    Mit den Eilenrieder Fachgesprächen mit dem Themenschwerpunkt “Inklusion in der musikkulturellen Bildung: vom Analogen zum Digitalen” wird im Sommersemester 2021 ein innovatives Lehr-Lernkonzept für Ringvorlesungen umgesetzt. Ziel des Vorhabens ist es, Lehramtsstudierenden des BA Sonderpädagogik und des FÜBA Musik in einem zeitgemäß präsentierten Format Herausforderungen und Potenziale von inklusionsorientierten Zugängen in der musikkulturellen Bildung im Kontext der Digitalisierung zugänglich zu machen und somit die Qualität der Lehrerausbildung inhaltlich zu stärken. Das Format “Ringvorlesung” soll dabei durch die Verschränkung digitaler und analoger Medien aufgebrochen und im direkten Austausch mit den Studierenden interaktiver gestaltet werden. Das Format kann durch seine innovative Struktur auch auf andere Themen und Fächer der Lehrer*innenbildung übertragen werden.

  • Exkursion quergedacht – Kreative Konzepte zur Erweiterung des Exkursionsangebots in den Lehramtsstudiengängen

    Antragsteller*in: Prof. Gunnar Seelentag

    Einrichtung/ Fakultät: Historisches Seminar/ Phil. Fakultät

    Projektbeginn: Apr 21-Nov. 21

    Kurzbeschreibung:

    Das letzte Sommersemester hat ein Desiderat an physischen Exkursionsangeboten aufgezeigt, welches zwar durch den sogenannten ‚Lockdown‘ akut wurde, allerdings bereits zuvor latent vorhanden war. Das Problem ergibt sich daraus, dass die Studierenden einerseits laut Prüfungsordnung im FüBa in vielen Fächern1 eine bestimmte Reihe an Exkursionstagen verpflichtend absolvieren müssen (z.B. 3 Tage im Fach Geschichte), dieses Lehrangebot jedoch andererseits zumeist vom Lehrpersonal ‚nebenher‘ bestritten werden muss, ohne dass hierfür personelle oder zeitliche Ressourcen veranschlagt sind. Zudem kommt eine physische Exkursion aufgrund von zu hohem Planungs-, Kosten-, und Wegeaufwand für viele Lehrveranstaltungen nicht infrage. Adäquate Alternativen kann hier ein kreativer Umgang mit dem Konzept ‚Exkursion‘ und seine gedankliche Erweiterung bieten, die im letzten Semester spontan und schlaglichtartig mit ersten Ideen am Historischen Seminar erprobt wurden. Adäquat waren diese Leistungen in zweierlei Hinsicht – zum einen beim Zeitaufwand, der jenem klassischer Exkursionen entspracht, zum anderen hinsichtlich der Kompetenzbildung und -verfeinerung. Bei den Lehrveranstaltungsevaluationen im Sommersemester zeigte sich außerdem, dass solche kreativen Herangehensweisen von den Studierenden nicht nur akzeptiert, sondern explizit gewünscht sind.

    Projektziele:

    Von den Beobachtungen der Desiderate und ersten Lösungsansätze ausgehend, wurde das hier beantragte Projekt entwickelt. Ziel ist, die bisherigen schlaglichtartigen Alternativen zur „klassischen physischen Gruppenexkursion“ genauer auszuloten und so zu einem systematischen Konzept zu erweitern. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welche Methoden und Konzepte sich für zukünftige Lehrveranstaltungen eignen, wobei je nach Veranstaltungsart (Basis/ Vertiefung) und Studienstand (Erstsemester/fortgeschrittene Studierende) differenziert wird. Die einzelnen Methoden und Konzepte müssen dabei spezifisch genug sein, um mit geringem Aufwand der Lehrenden verschiedener Studienfächer eine Anpassung an die jeweilige Lehrveranstaltung zu ermöglichen. Auf diese Weise wirkt das geplante Projekt über seinen Entstehungsrahmen am Historischen Institut hinaus, sodass auch Lehrende anderer an der Lehramtsausbildung beteiligter Fächer, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, profitieren. Ziel ist es somit, ein fächerübergreifendes Instrumentarium für die Lehrenden zu schaffen, mit welchem die Lehramtsausbildung unter Einbeziehung von Studierendenideen und -wünschen nachhaltig gestärkt wird. Am Ende des Projektzeitraums steht somit ein Portfolio an Lösungsvorschlägen, wie physische Exkursionen durch digitale Varianten und andere Alternativen ersetzt oder ergänzt werden können. Dabei geht es nicht um fertige Vorgaben allein für einzelne Fächer, sondern um methodische Konzepte, die von den Lehrenden verschiedener Fächer adaptiert werden können. Arbeitsaufwand und Nutzen der einzelnen Konzepte sind dabei so zu wählen, dass diese adäquat, zeitlich und im Niveau der Kompetenzverbesserung, zu ihrem Pendant der „klassischen, physischen Gruppenexkursion“ sind. Damit das Projekt eine dauerhafte und nachhaltige Wirkung entfaltet, werden die Ergebnisse in einem Leitfaden in digitaler Form auf einer vom Historischen Seminar gehosteten Website universitätsöffentlich zugänglich gemacht.

  • WIRwerden - digital: Entwicklung und Durchführung eines digitalen Interventionsprogramms zur sozialen Integration neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher mit Lehramtsstudierenden

    Antragsteller*in: Prof. Dr. Lysann Zander und Jannika Haase

    Einrichtung/ Fakultät: Institut für Erziehungswissenschaft/ Phil. Fakultät

    Projektbeginn: Apr 21-Mrz. 23

    Kurzbeschreibung:  

    Kompetenzen von Studierenden lehramtsbezogener Studiengänge im Umgang mit (kultureller) Heterogenität und der sozialen Integration von geflüchteten und neu zugewanderten Schüler*innen und Schülern gewinnen in zunehmend heterogenen Klassenzimmern weiterhin an Bedeutung. Durch den sprunghaft angestiegenen Stellenwert von digitaler Lehre in Schulen und Hochschulen besteht darüber hinaus besonderer Handlungsbedarf, Studierende dazu zu befähigen, digitale Lehr- und Lernformate zu entwickeln und durchzuführen, die die soziale Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen fördern. Hierfür soll im Rahmen eines Seminars („Unterrichten im Kontext heterogener Lerngruppen“) ein bereits existierendes und in der Schulpraxis mit nachgewiesen positiven Ergebnissen etabliertes Projekt gemeinsam mit praktizierenden Lehrkräften und Lehramtsstudierenden in ein digitales Format übersetzt werden.

    Projektziele:

    (1) Lehramtsstudierende an der LUH sollen dazu befähigt werden, aktiv und konstruktiv an der Entwicklung eines digitalen Lehrformats mitzuwirken; eine Aufgabe, für die auch erfahrene Lehrkräfte dringend Lösungen suchen: nämlich die Herausforderung, neuzugewanderte Schüler*innen und in Deutschland geborene Schüler*innen auch in digitalen Lernumwelten dazu anzuregen, positive und unterstützende Beziehungen miteinander aufzubauen.

    (2) Auf individueller Ebene sollen kooperative Arbeitsformen zwischen Lehramtsstudierenden und bereits praktizierenden Lehrkräften gebildet werden und somit die Zusammenarbeit an einem konkreten Gegenstand ermöglichen. Hierbei sollen erfahrene Lehrkräfte und Studierende von ihren jeweiligen Expertisen und Perspektiven profitieren, da sie gemeinsam jeweils gleichberechtigt an der Entwicklung des Programms mitwirken.

    (3) Auf institutioneller Ebene sollen bestehende Kooperationsstrukturen zwischen Lehramtsstudierenden und Lehrenden der LUH auf der einen Seite und Lehrkräften auf der anderen Seite intensiviert und verstetigt bzw. neue Kooperationsbeziehungen aufgebaut werden. Dies soll auf struktureller Ebene nachhaltig den Übergang der Studierenden von der Hochschule in den Lehrberuf und die Verzahnung der drei Phasen der Lehrkräftebildung (Studium/Referendariat/Berufseinstieg, Weiterbildung, Fortbildung) erleichtern.

  • Sprachdidaktik 4.0 oder E-Learning á la Leibniz

    Antragsteller*in: Prof. Tabea Becker

    Einrichtung/ Fakultät: Deutsches Seminar/ Phil. Fakultät

    Projektbeginn: Jan 21-Dez. 21

    Kurzbeschreibung:

    Wie gestaltet man digitale Lernmaterialien für die Schule, z.B. Podcasts und Filme, interaktive Lernangebote u.a. - und wie setzt man sie fachdidaktisch sinnvoll im Schulunterricht ein? Diese Fragen sollen praktisch beantwortet werden, d.h. produktiv. In eigens für das hier vorstellte Projekt konzipierten Seminaren werden diverse Medien gestaltet und als Open Educational Resources (OER) publiziert. Durch die Kooperation von Studierenden, Hochschullehrenden und LehrerInnen wird eine Theorie-Praxis-Integration fokussiert. Auf diese Weise kann unsere Arbeit die Lehre insbesondere für Lehramtsstudierende hinsichtlich aktueller und zukünftig relevanter Themen verbessern.

    Projektziele:

    Ziel des innovativen Vorhabens „Sprachdidaktik 4.0 oder E-Learning á la Leibniz“ ist die Verbesserung der Lehre, u.a. für die Sprachdidaktik Deutsch - und für weitere Fächer der LehrerInnenbildung, weil diverse Querschnittsthemen angesprochen werden. In der Vergangenheit haben wir Erfahrungen mit E-Learning gesammelt und von und mit vielen Studierenden gelernt, dass Kompetenzen im Bereich von Medienproduktionen ausgesprochen relevant sind. Im Fokus unseres Projektes steht daher die eigene Medienproduktion – gemeinsam mit Studierenden und Schulen. Bis zum Jahr 2021 sollen laut KMK alle SchülerInnen Zugang zu digitalen Lernumgebungen haben. Das Ergebnis der Studie „Lehramtsstudium in der digitalen Welt“1 bietet Anlass, das Tempo auf dem Weg zu diesem Ziel deutlich zu erhöhen, denn mediendidaktische Kompetenzen würden im Lehramtsstudium noch viel zu selten systematisch erworben.

  • Digital Literacy domänenspezifisch – Kompetenzen für ein reflektiertes Medienbewusstsein

    Antragsteller*in: Friedrich Huneke

    Einrichtung/ Fakultät: Historisches Seminar/ Phil. Fakultät

    Projektbeginn: Apr 21-Mrz. 22

    Kurzbeschreibung:

    Angehende Lehrkräfte für das Unterrichtsfach Geschichte sind gefordert, diesen Entwicklungen neuartige Orientierungsleistungen entgegen zu setzen, um historische Sach- und Werturteilsbildung als grundlegendes Ziel im Kontext historisch-politischer Bildung entwickeln zu können. Hiermit wird auch eine Anforderung für das Leben in einer inklusiven Gesellschaft deutlich: Um es allen Schüler*innen zu ermöglichen, sich partizipativ in die Gestaltung von Gesellschaft und Entscheidungsprozessen einzubringen, gilt es, diese Zielsetzung nicht nur in Bezug auf die individuellen Fähigkeiten von Studierenden zu denken, sondern auch mit Blick auf ihr zukünftiges Kompetenzprofil als Lehrkräfte an einer inklusiven Schule. So sollen Lehramtsstudierende für das Unterrichtsfach Geschichte eine domänenspezifische Digital Literacy erwerben, die sie in die Lage versetzt, nicht nur die neuen Chancen für individuelles Lehren und Lernen mit digitalen Tools zu nutzen, sondern sie auch dazu befähigt, als angehende Lehrkräfte in ihrem zukünftigen Berufsfeld Lernende darin zu unterstützen, rationale fachliche Erkenntnisweisen (von der Recherche historischer Sachverhalte über die kritische historische Sachanalyse bis zu empirisch und normativ triftigen Darstellungsformen) im Umfeld der aktuellen gesellschaftlichen Konstruktion von Wissen reflektiert anzuwenden (mss Fenn/Zülsdorf-Kersting 2020).

    Projektziele:

    Es ist daher das Ziel des hier skizzierten Vorhabens, ein entsprechendes Seminarangebot zum Erwerb einer domänenspezifischen Digital Literacy zu entwickeln, das von strukturierten, fachspezifischen Kompetenzrastern für ein reflektiertes Medienbewusstsein ausgeht.

  • Kooperation Studierender unterstützen und begleiten – in Präsenz und Online-Lehre

    Antragsteller*in: Prof. Dr. Bettina Lindmeier, Dr. Xiaokang Sun

    Einrichtung/ Fakultät: Institut für Sonderpädagogik/ Phil. Fakultät

    Projektbeginn: Apr 21-Mrz. 22

    Kurzbeschreibung:

    Tandem- und Gruppenarbeit stellt eine der gängigen Sozialformen in der universitären Lehre dar. Auch in der inklusiven Schule gelten Teamarbeit allgemein und die multiprofessionelle Kooperation im Lehrendenteam als zentrale Aufgaben. Unreflektiert werden kooperative Arbeitsformen meist als selbstläufig angesehen, obgleich problematische Gruppenkonstellationen häufig sind (Lütje-Klose et al. 2018). Der Hochschulbildungsreport "Für morgen befähigen" des Stifterverbands nennt ,Kollaboration' als eine der zentralen ,Soft Skills' für eine sich verändernde Arbeitswelt und bestätigt einen hohen (Weiter-)Bildungsbedarf (2019, 13). Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines auf interdisziplinären (Praxis-)Forschungsergebnissen basierenden Ansatzes zur Anleitung und Unterstützung studentischer Tandem- und Gruppenarbeit in unterschiedlichen fachlichen Kontexten. Die Studierenden sollen Ansätze der Gruppenpsychologie, Teamarbeit, Team-Teaching sowie Forschungsergebnisse zu Lehramtsstudierenden- und Lehrkräftekooperationen kennenlernen, ihre bisherigen Erfahrungen in Gruppen und Teams sowie in diesen von ihnen eingenommene Rollen reflektieren. Auch die Bedeutung unterschiedlicher Fachkulturen einschließlich der verwendeten Begriffe und Konzepte sowie der Expertiseaustausch in Gruppen im Rahmen des Kommunikationsmodells ,common ground' werden vermittelt und in Übungen bearbeitet. Dadurch soll es den Studierenden möglich werden, von kooperativen Ansätzen in der Lehre stärker zu profitieren, unabhängig vom Format des Lehrangebotes (Online, Präsenz, Blended learning) oder den studierten unterrichtsfächern und Lehramtsstudiengängen.

    Projektziele:

    Es werden durch die Projektmitarbeitenden zwölf ca. 15-minütige Kurzvideos zu Grundlagenthemen der Kooperation entwickelt und durch ELSA aufgezeichnet. Die Aufzeichnung erfolgt durch ELSA, um eine höhere Qualität der Videos zu sichern. Auch von den Projektmitarbeitenden selbst konzipierte Erklärvideos unter Nutzung des Programms MySimpleShow werden eingebunden.

    Grundlagenthemen sind:

    • Gruppen - Rollen, Normen und Prozesse in Gruppen (auch im virtuellen Raum) (AP 1)
    • Gruppen - Metakommunikation in Gruppen (auch im virtuellen Raum) (AP 1)
    • Was ist und wie geht ,gute' Moderation? (AP 1)
    • Wie gehen wir mit Zeitdruck um? (AP 2)
    • Zielbestimmung in Gruppen - auch bei von außen gesetzten Zielen? (AP 2)
    • Besonderheiten der Zusammenarbeit in digitalen Formaten (AP 2)
    • Das Kommunikationsmodell des Common Ground (AP 3)
    • Struktur und Vertrauen als Grundlage für Kommunikationsprozesse in Gruppen/Teams (AP 4)
    • (Anti-)Bias - Vorerhahrungen durchbrechen und Wahrnehmungsmuster kritisch reflektieren (AP 4)
    • (Unterschwellige) Konflikte in Teams und Gruppen bearbeiten (AP 4)
    • Transfer: Kooperation und Team-Teaching in Lehrendenteams in inklusiven Schulsettings (AP 5)
  • Lernen im Spannungsfeld von Heterogenität, Individualisierung und Kooperation – Einrichtung eines fakultätsübergreifenden Leibniz-Prinzip diviLabs

    Antragsteller*in: Prof. Andreas Nehring

    Einrichtung/ Fakultät: LSE (Das Vorhaben ist Teil des Handlungsfeldes 1 der Qualitätsoffensive Lehrer*innenbildung (Phase II)

    Projektbeginn: Jan 21-Sep. 21

    Kurzbeschreibung:

    Im Handlungsfeld 1 der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der LUH wird das Leibniz-Prinzip der Reflektierten Handlungsfähigkeit sowohl fachspezifisch als auch fächerübergreifend ausgestaltet und für eine reflexive Gestaltung von Lehr-Lern-Szenarien in heterogenen Lerngruppen konkretisiert. Durch diese kooperative Gestaltung fachspezifischer und fächerübergreifender Lehr-Lern-Szenarien adressiert das Handlungsfeld aktuelle Herausforderungen im Umgang mit Heterogenität. Um die theoretisch erarbeiteten Konzepte zu implementieren besteht das Ziel, ein Lehr-, Lern- und Forschungslabor (Leibniz-Prinzip diviLab) zum inklusiven und diversitätssensiblen Unterricht einzurichten, das strukturell an die Leibniz School of Education angegliedert ist. Das bereits geplante Leibniz-Prinzip diviLab wird ein Begegnungs- und Kooperationsort für Lehramtsstudieren-de verschiedener Fachrichtungen und Studiengänge (insbesondere alle lehramtsbildenden Studiengänge), in dem Lehr-Lern- sowie Forschungsprozesse mit Fokus auf Lernszenarien in heterogenen Lerngruppen geplant, erprobt und reflektiert werden.

    Projektziele:

    Das Leibniz-Prinzip diviLab wird – begleitet durch das Handlungsfeld 1 der Qualitätsoffensive Lehrerbildung Phase II - ein zentraler Ort für forschendes Lernen für alle Mitglieder der Leibniz Universität Hannover, indem es den diskursiven Austausch zwischen den Lehramtsstudiengängen fördert, eine stärkere Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ermöglicht sowie ein Ort für Studierende wird, um fachliche Zugänge zu erschließen, Methodenwissen zu vertiefen und Lernwege zu reflektieren. Er ermöglicht den Studierenden eine bessere Anbindung an schulische Praxis und stärkt gleichzeitig die Vernetzung der hannoverschen Lehrerbildung mit den Schulen in Niedersachsen.

     

  • "VirtU-net" (Virtuelle Unterrichtshospitationen vernetzt) - Verzahnung von Studium und Referendariat

    Antragsteller*in: Prof. Andreas Nehring und Prof.  Gabriele Blell

    Einrichtung/ Fakultät: Didaktik der Naturwissenschaften und Englisches Seminar/ Naturwiss. Fakultät und Phil. Fakultät

    Projektbeginn: Apr 21-Mrz. 23

    Kurzbeschreibung:

    Das geplante Projekt zielt ab auf eine bessere inhaltliche Verzahnung der 1. und 2. Ausbildungsphase in der Lehrkräftebildung durch Bereitstellung gemeinsam nutzbarer Unterrichtsvideos sowie konsensfähiger didaktischer Konzepte. Angestrebt ist der Ausbau des Dialogs zwischen LUH und Studienseminaren bezüglich ausbildungsrelevanter Inhalte und Maßstäbe, um die Ausbildungsqualität durch verbesserte Abstimmung beider Phasen untereinander zu erhöhen. Dies würde zum einen ein höheres Maß an Transparenz für Lehrende wie Lernende in der Lehrkräftebildung mit sich bringen, zum anderen können Synergieeffekte des aufeinander Aufbauens der beiden Ausbildungsphasen besser genutzt werden, indem z.B. konkrete Lerninhalte aus dem Studium im Referendariat aufgegriffen werden bzw. im Studium z.T. gezielter auf bestimmte Anforderungen des Referendariats vorbereitet werden könnte.

    Projektziele:

    Über einen Zeitraum von 2 Jahren soll ein gemeinsames didaktisches Konzept entwickelt werden, welches im Dialog mit Ausbildenden an Studienseminaren diskutiert und überarbeitet wird. Für die Umsetzung und Erprobung dieses Lehrkonzeptes soll eine Materialgrundlage in Form von Unterrichtsvideos geschaffen bzw. bereitgestellt werden, um daran beispielhaft didaktische Strategien entwickeln, erproben und diskutieren zu können. Während die Englischdidaktik mit dem VirtU-Pool bereits auf eine deutschlandweit und phasenübergreifend genutzte Webplattform mit ca. 33 videografierten Unterrichtsbeispielen zurückgreifen kann (http://virtu.engsem.uni-hannover.de/)1, sollen in der Chemiedidaktik im Projektverlauf mindestens 10 neue Videovignetten mit fachspezifischen und generischen Fokussen aus Unterrichtsaufzeichnungen erstellt werden. Hinsichtlich technischer, schulorganisatorischer und datenschutzrechtlicher Fragen wird die Chemiedidaktik dabei von der Englischdidaktik beraten, zur Absicherung der datenschutzrechtlichen Lage wird die Chemiedidaktik zusätzlich den Datenschutzbeauftragen der LUH mit einbeziehen. Um Filmaufnahmen in Schulen trotz der Corona-bedingten Hygienevorschriften realisierbar zu machen, sind diese für die Sommermonate 2021 geplant und sollen so durchgeführt werden, dass die jeweils unterrichtenden Lehrkräfte, nach vorheriger Anleitung, ihren Unterricht selbstständig filmen und keine zusätzlichen Personen in die Schulen kommen. Kontakte zu Lehrkräften am Erich-Kästner-Gymnasium Laatzen, der Marie Curie Schule Hannover sowie dem Humboldt-Gymnasium in Berlin wurden diesbezüglich bereits geknüpft. Für die Bereitstellung der Videos zum Einsatz in der Lehrkräftebildung ist der Aufbau einer zugangsbeschränkten Webplattform in der Chemiedidaktik nach dem Modell der VirtU-Webplattform aus der Englischdidaktik geplant. Der Einsatz der Unterrichtsvideos in der Lehrkräftebildung soll in Lehrveranstaltungen der Chemie und Englischdidaktik erprobt und evaluiert werden und mit Blick auf die fächerübergreifende Nutzbarkeit zusätzlich im Rahmen der kompetenzorientierten schulpraktischen Studien (SPS) eingebunden werden. Ebenso sollen Erfahrungen aus Studienseminaren, die diese Videos für Fachseminare nutzen, ausgewertet werden. Mit diesen Evaluationsergebnissen sollen anschließend ggf. nötige Modifikationen an dem dazu entwickelten didaktischen Konzept vorgenommen werden. Damit die entwickelten Lehrmaterialien und didaktischen Konzepte einem möglichst breiten Kreis an Nutzenden in der Lehrkräftebildung zugänglich gemacht werden können, sollen zudem Fortbildungsveranstaltungen und Workshops (ggf. online durchführbar) sowohl für LUH-Mitarbeitende als auch für universitätsexterne Personen in der Lehrkräftebildung angeboten werden. Diese Workshops sollen die fächerübergreifende Nutzbarkeit der Materialien fokussieren und den Zugang für weitere Fächer erleichtern.

  • Digitale Lernlandschaft: Inklusive Bildung

    Antragsteller*in: Prof. Rolf Werning

    Einrichtung/ Fakultät: Institut für Sonderpädagogik/ Phil. Fakultät

    Projektbeginn: Jan 21-Dez. 22

    Kurzbeschreibung:

    Ziel des Vorhabens ist der Auf- und Ausbau der "digitalen Lernlandschaft Inklusive Bildung".

    Im Sommersemester wurde erstmals die Vorlesung "Inklusive Bildung" gemeinsam für alle Lehramtsstudiengänge (FüBA, Bachelor So und Bachelor TE) mit über 1000 Studierenden durchgeführt. Die Vorlesungsinhalte wurden über Video, Podcast oder Screencast zur Verfügung gestellt. Flankiert wurde die digitale Vorlesung durch 35 Webinare (ca. jeweils 30 Studierende) und durch 180 Peergroups (jeweils 6 Studierende). Die Inhalte der Vorlesung umfassen die Bereiche Heterogenität/Inklusion, Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Bildung, Interkulturelle Kompetenz und Förderdiagnostik.

    In dem hier beantragten Vorhaben soll die Digitale Lernlandschaft zu einer dynamisch wachsenden, innovativen Lernplattform ausgebaut werden. Ziel ist es, ein aktuelles, spezifisches, forschungs- wie praxisbezogenes Angebot für eine hochwertige, digital basierte Lehre für alle Lehrämter im Bereich der Inklusiven Bildung anzubieten.

    Projektziele:

    Dies Umfasst:

    a) die ständige Aktualisierung, Über- und Neubearbeitung der Vorlesungsinhalte.

    b) die Entwicklung von Informations-, Selbstlern- und Vertiefungsangeboten zu den oben genannten Differenzlinien, die für die drei beteiligten Lehramtsstudiengänge mit je spezifischen Schwerpunkten zugeschnitten sein sollen.

    c) Zusammenführung von Forschungsbefunden und Praxiskonzepten, die im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrer*innenbildung an der LUH erarbeitet wurden, um sie für die Lehre in allen Studiengängen zugänglich zu machen. Hierzu sollen insbesondere die Fachdidaktiken und Fachwissenschaften einbezogen werden.

    d) Entwicklung einer Schnittstelle zur 2. Phase der Lehrer*innenausbildung und zur Lehrer*innenfortbildung, um so wechselseitig Materialien und Arbeitsergebnisse nutzen zu können.

    e) Umsetzung eines barrierefreien Zugangs zur Lernlandschaft.

    f) Qualifikation von Studierenden zum Einsatz der Digitalen Lernlandschaft für die Leitung der Webinare.

     

     

Wintersemester 2020/21

  • Implementation von innovativen digitalen Methoden zur Binnendifferenzierung in großen heterogenen Veranstaltungen, hier konkret das Modul allgemeine Botanik

    Antragsteller*in: Prof. Dr. Jutta Papenbrock

    Einrichtung/ Fakultät: Institut für Botanik/ Naturwissenschaftliche Fakultät

    Projektbeginn: 01.10.2020

     

    Kurzbeschreibung:

    Projektziele:

    • Implementation neuer Lehr- und Lernformen in großen Veranstaltungen in grundständiger Fachlehre mit Studierenden aus dem fächerübergreifenden Studiengang BSc Biologie
    • Entwicklung von Konzepten zum Umgang mit zunehmender Diversität der Studierendenko-horten hinsichtlich ihrer fachlichen Vorkenntnisse, ihrer Lernstrategien und auch ihrer Kenntnisse der deutschen Sprache
    • Verbesserung der Studienmöglichkeiten für Studierende mit Beeinträchtigungen
  • Pacossieren - Innovation in der Lebensmittelzubereitung

    Antragsteller*in: Frau Prof. Tuba Esatbeyoglu   

    Einrichtung/ Fakultät: Institut für Lebensmittelwissenschaft, Naturwissenschaftliche Fakultät

    Projektbeginn: 01.10.2020

    Laufzeit: 01.10.2020-31.01.2021

     

    Kurzbeschreibung:

    Digitalisierung in der beruflichen Bildung ist die Vernetzung von Produktionsprozessen mit modernen IuK-Technologien. Diese Techniken verändern Berufsbilder und erfordern ebenso Veränderungen in der Lehrerbildung (Brutzer, Kastrop 2019). Dem wird ab dem Sommersemester 2020 aus fachdidaktischer Sicht an der Leibniz Universität Hannover bereits mit verschiedenen Projekten wie "Leibniz works 4.0" oder "Virtuelle Lernwelten" Rechnung getragen. Problematisch ist die Abbildung und Integration einzelner industrieller Prozessschritte in die Hochschullehre, da nicht alle technisch erforderlichen Geräte vorgehalten werden können.

    Der Pacojet ist ein exemplarisches Beispiel für moderne Innovationen in der Küchentechnologie.

    Die moderne Arbeitstechnik des Pacossierens© soll in die Lehrveranstaltungen integriert werden um die Lehramtsstudierenden "am Puls der Zeit" auszubilden.

  • Unterrichtspraxis inklusiv - virtuelles lernen mit Laborschulen

    Antragsteller*in: Prof. Dr. Ulrike Lüdtke, Julia Wu, apl. Prof. Dr. Christiane Miosga; Dr. Ulrich Stitzinger            

    Einrichtung/ Fakultät: Institut für Sonderpädagogik, Phil. Fakultät           

    Projektbeginn: 01.10.2020

    Laufzeit: 01.10.2020-01.09.2021

     

    Kurzbeschreibung:

    Ziel des Vorhabens ist die Herstellung von Praxisbezügen in der Lehrkräfteausbildung durch Schaffung virtueller Lernmöglichkeiten in Laborschulen in diversen inklusiven schulischen Kontexten.

    Die geplanten Formate umfassen dabei:

    a) "Virtuelle Klassenzimmer": "Live"-Übertragung von Unterrichtssequenzen aus den Schulen

    b) Virtuelle Mentor*innen-Beratung von Lehrkräften an Studierende

    c) eine Plattform mit digitalen Lernmodulen und Praxisvideos aus schulischen Kontexten

    Die Auswirkungen der Corona-Krise verschärft die Problematik in der Ausbildung von Lehrkräften, indem kaum mehr geeignete Formate der dringend notwendigen Praxisbegegnungen zur Verfügung stehen. Zugleich wird digitalisierte Unterrichtspraxis immer relevanter (Casale et al. 2020). So müssen angehende Lehrkräfte Erfahrungen mit virtuellem Lernen verstärkt ausbauen (Köhler et al. 2013; Pauschenwein et al. 2016: van Ackeren et al. 2019), um diese später in der Schulpraxis nutzen zu können. Die Notwendigkeit digitaler Praxisformen ist und bleibt deshalb auch langfristig enorm hoch (Hofhues & Lukács 2019).

Sommersemester 2020

  • Erklär- und Medienkompetenz von Lehramtsstudierenden fördern, autonomes Lernen bei Schülerinnen und Schülern unterstützen.

    Antragsteller*in: Jennifer Wengler

    Einrichtung/ Fakultät: Romanisches Seminar, Philosophische Fakultät

    Projektbeginn: 01.03.2020

    Laufzeit: 03/2020 bis 09/2020

     

    Kurzbeschreibung:

    Das geplante Projekt „Erklär- und Medienkompetenz von Lehramtsstudierenden fördern, autonomes Lernen bei Schülerinnen und Schülern unterstützen“ soll die beschriebenen Anforderungen erfüllen. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Aprendizaje mediante tutoriales: Erklärvideos im Spanischunterricht“ im Aufbaumodul Didaktik des Masterstudiums Lehramt an Gymnasien werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur ihre Erklär- und Medienkompetenz lerntheoretisch fundiert ausbauen, sie sollen darüber hinaus ein Konzept entwickeln, das es Schülerinnen und Schülern erleichtert, geeignete Erklärvideos (mit Bezug zum Spanisch- bzw. Fremdsprachenunterricht) auf YouTube und anderen Videoportalen selbstständig auswählen und deren inhaltliche Güte einschätzen zu können. Das Konzept soll in Form eines digitalen Leitfadens von den Studierenden als Erklärvideo umgesetzt und veröffentlicht werden.

  • Virtuelle Lernwelten – Lehrkräfteausbildung 360 Grad

    Antragsteller*in: Sabine Struckmeier, Alexander Büssing, Stephanie Mittrach

    Einrichtung/ Fakultät: IDN, Naturwissenschaftliche Fakultät

    Projektbeginn: 01.04.2020

    Laufzeit: 04.2020-09.2021

     

    Kurzbeschreibung:

    Seit einigen Jahren hat sich VR vorallem in der Unterhaltungsindustrie etabliert. Generell bezeichnet VR virtuell visualisierte Umgebungen. Ein grundlegendes Konzept ist dabei die Immersion, die durch geeignete Geräte in Form von VR-Brillen geschaffen werden kann. Durch diese kann das Gefühl der sogenannten Präsenz entstehen, sich wirklich in der spezifischen VR zu befinden. Präsenz erlaubt dabei die realistische Darstellung und Interaktion mit Objekten, was Bildungsprozesse unterstützen kann (Dalgarno & Lee, 2010).

    In der Lehrerbildung findet der Einsatz von VR bisher nur vereinzelt statt (s. z.B. Mohring & Brendel, 2019), was neben den nötigen Geräten wie VR-Brillen auch an der geringen Verfügbarkeit von Beispielen guter Praxis liegen mag.

    An dieser Stelle setzt das Projekt an. Mit einer grundlegenden technischen Aussatttung am IDN sollen erste Good-Practice-Beispiele erarbeitet werden. Es werden dabei fachliche bzw. fachdidaktische Konzepte aus vier verschiedenen Fächern miteinbezogen (Biologie, Chemie, Geographie und Lebensmittelwissenschaft). Auf diese Weise kann ein breites Erfahrungsspektrum zum Einsatz von VR gesammelt, zum Ende des Projekts verbreitet und für weitere an der Lehrerbildung beteiligte Fächer nutzbar gemacht werden.

     

     

Wintersemester 2019/20

  • Werkstatt PLUS Qualifizierungsangebot Deutsch als Zweit-/Fremdsprache für alle Lehrämter

    Antragstellerin/Antragsteller:  Dr. Christine Bickes

    Einrichtung / Fakultät: Philosophische Fakultät, Deutsches Seminar

    Projektbeginn:  Januar 2020

    Laufzeit: 23 Monate

    Kurzbeschreibung:

    Das Zusatzqualifizierungsangebot Deutsch als Zweit-/Fremdsprache Werkstatt Plus bietet Lehramtsstudierenden aller Fächerkombinationen ohne bisherige Erfahrungen eine erste Grundlage für die Vermittlung von DaZ/DaF an und bereitet sie auf das Zusammentreffen mit der Mehrsprachigkeit in Klassenzimmern, in der Gesellschaft, im beruflichen Rahmen sowie beim Engagement auf freiwilliger Basis vor.

  • E-Learning für die Lehrerbildung - E=LB2

    Antragstellerinnen: Prof. Dr. Tabea Becker, Prof. Dr. Claudia Müller-Brauers

    Einrichtung/Fakultät: Deutsches Seminar und Institut für Sonderpädagogik

    Projektbeginn: Januar 2020

    Laufzeit: 13 Monate

     

    Kurzbeschreibung:

    Das Projekt ist fakultäts- und fachübergreifend konzipiert und soll die Qualität der Lehrkräftebildung fördern. Für die Lehrkräftebildung ist E-Learning besonders relevant, da es nicht nur im Rahmen des Lehrangebots als Medium eingesetzt wird, sondern auch Lerngegenstand der Lehre selbst und Teil der späteren Berufstätigkeit der Studierenden als Lehrkräfte ist. Außerdem bietet E-Learning eine Möglichkeit, die umfangreichen Lerninhalte praxisnah und ökonomisch zu erschließen.

     

    Maßnahme A arbeitet fachübergreifend und hat zum Ziel, bereits vorhandene Ressourcen und Aktivitäten der Lehrkräftebildung uniweit durch eine Koordinationsstelle zu bündeln und zu vernetzen, Aktivitäten zusammenzutragen und zu koordinieren, aber auch technisch und didaktisch zu beraten.

     

    In Maßnahme B werden fächerübergreifende E-Learning-Module realisiert, die die wichtigen Themen Sprachbildung, Diversität und Inklusion fokussieren. Dazu gehört z.B. auch die Weiterentwicklung der von Studierenden mitgestalteten Lernplattform www.hyperkulturell.de zum Interkulturellen Lernen. Außerdem sollen interuniversitäre Vernetzungen intensiviert werden im Kontext von Digitalisierung und E-Learning.

     

    Koordination und Kontakt:

    Benjamin Haag, benjamin.haag@germanistik.uni-hannover.de

Sommersemester 2019

  • Entwicklung eines strukturbildenden Lehrkonzepts im lehrerbildenden Masterstudiengang für das Fach Gesellschaftslehre als Fächerverbund aus Erdkunde, Politik und Geschichte an Gesamtschulen

    Antragstellerin/Antragsteller:  Prof. Dr. Christiane Meyer, Prof. Dirk Lange/ Vertretungsprofessor Dr. Moritz Peter Haarmann, N.N. (ab 01.04.2019 Prof. Dr. Meik Zülsdorf-Kersting) 

    Einrichtung / Fakultät: Naturwissenschaftliche Fakultät und Philosophische Fakultät,  Didaktik der Geographie, Institut Didaktik der Demokratie, Didaktik der Geschichte  

    Projektbeginn:  April 2019

    Laufzeit:  24 Monate

    Kurzbeschreibung:

    Im Rahmen des Projekts soll ein Lehrkonzept entwickelt, erprobt, evaluiert und anschließend verstetigt werden, das die drei Fachperspektiven integriert und die angehenden Lehrkräfte schon in der 1. Phase der Lehrerbildung auf einen möglichen zukünftigen Berufsweg an Gesamtschulen adäquat vorbereitet.

    Auf Basis der Projekterfahrung, -ergebnisse und -erkenntnisse soll das Fach "Gesellschaftslehre" zukünftig z.B. als Zusatzzertifikat oder ähnlich im Master Lehramt an Gymnasien für Studierende aus den Fachgebieten offeriert werden.

  • Klausurerfolg im Fach Lebensmittelchemie für Studierende der Lebensmittelwissenschaften

    Antragstellerin/Antragsteller:  Dr. Ulrich Krings  

    Einrichtung / Fakultät: Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Lebensmittelwissenschaft     

    Projektbeginn: November 2018

    Laufzeit:  24 Monate

    Kurzbeschreibung:

    Im Rahmen des Projekts soll der  Klausurerfolg im Modul Lebensmittelchemie im Studiengang Bachelor TE optimiert werden. Durch gezielte Nachhilfe soll der Vorlesungsstoff nachgearbeitet und ein vertieftes Verständnis der Vorlesungsinhalte erzielt werden. Ergänzend soll gezieltes Klausurtraining die Studierenden mit dem "Klausurfragestil" vertraut machen und so Prüfungsängste abbauen. Kleine Lerngruppen sollen zu einer verbesserten Lernatmosphäre beitragen und es ermöglichen, gezielter auf individuelle Probleme und Fragestellungen einzugehen.

  • Digitalisierung von Laborübungen in Modulen zu chemischen und physikalischen Grundlagen sowie Werkstoffen

    Antragstellerin/Antragsteller:  Johannes Wolf

    Einrichtung / Fakultät: Fakultät Architektur und Landschaft,  Institut für Berufswissenschaften im Bauwesen

    Projektbeginn:  Februar 2019

    Laufzeit: 12 Monate

    Kurzbeschreibung:

    Die Lehre in den beruflichen Fachrichtungen Bautechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung sowie Holztechnik hat einen relativ hohen Anteil an experimentellen Laborveranstaltungen. Im Vergleich zu anderen Studienorten ist dies ein besonderes Qualitätsmerkmal der Ausbildung an der Leibniz Universität Hannover, dieses soll durch das geplante Projekt insbesondere im Hinblick auf Digitalisierung weiter gestärkt werden.

    Mit den beantragten Mitteln soll die vorhandene Software auf den aktuellen Stand gebracht werden und damit auch die digitale Aufarbeitung durch spezielle Tools zu Darstellung und didaktischen Aufbereitung von Prüfungen ermöglichen. Die synchronisierte Aufzeichnung von Daten- und Videomaterial ermöglicht die Analyse von Materialprüfung bei gleichzeitiger Ansicht von Diagrammen und Probenzustand auch im Selbststudium, die praktische Auswirkung von Änderungen.

  • Tricki - Trickfilmsynchronisation mit Kindern

    Antragstellerin/Antragsteller:  Ulrich Stitzinger

    Einrichtung / Fakultät:  Philosophische Fakultät,  Institut für Sonderpädagogik

    Projektbeginn:  April 2019

    Laufzeit: 12 Monate

    Kurzbeschreibung:

    Das Projekt ermöglicht eine Angebotserweiterung und eine Erhöhung der Qualität der Lehrveranstaltungen im Masterstudiengang für das Lehramt für Sonderpädagogik sowie im Masterstudiengang Sonderpädagogik und Rehabilitationswissenschaften. Das Primäre Ziel ist der Aufbau vertiefter Kompetenzen der Studierenden in der Planung und Anwendung digitaler Medien im Bildungskontext. Studierende erwerben hierbei die Fähigkeit, den Einsatz und die Eignung spezifischer digitaler Medien zu beurteilen und diese Kenntnisse auf Lehr-Lernprozesse mit Schülerinnen und Schülern zu übertragen. Explizit wird der Einsatz von Laptops und spezieller Software für die audiovisuelle Bearbeitung von Trickfilm-Clips im Unterricht erarbeitet. Außerdem erlangen die Studierenden im Rahmen kooperativer Lehr-Lernstrukturen notwendige Erkenntnisse transdisziplinärer Zusammenarbeit. Überdies werden Kompetenzen im Bereich Beobachtung und Förderung sprachlich-kommunikativer Fähigkeiten von Kindern, sowie in den Arbeitsbereichen Drehbuch sowie Trick- und Animationsfilm ausgebildet.

  • „Discover!“ – Internationalisierung durch digitalisierte und kooperative Lernformate für incomings, outgoings und alle anderen Lehramtsstudierenden

    Antragstellerin/Antragsteller:  Prof. Dr. Bettina Lindmeier, Prof. Dr. Julia Gillen, Ina Buchroth, Dr. Douglas Yacek

    Einrichtung / Fakultät:   Philosophische Fakultät, Leibniz School of Eduaction, Institut für Sonderpädagogik

    Projektbeginn:  September 2019

    Laufzeit: 24 Monate

    Kurzbeschreibung:

    Durch die Globalisierung, Migration und interkulturelle Vernetzung gewinnen Kompetenzen im Umgang mit kultureller Differenz an Bedeutung. Auch wenn ein Auslandsaufenthalt geplant ist, sind vorhergehende interkulturelle Erfahrungen und Erkenntnisse förderlich für ein gelingendes Erlebnis im Ausland. Den Studierenden der Leibniz Universität Hannover soll ermöglicht werden, sich auch "von zu Hause aus" mit anderen Bildungssystemen, Wertvorstellungen und Erziehungswirklichkeiten auseinandersetzen zu können, auch in englischer Sprache. Im Rahmen des Projekts soll eine Internationalisierung zu Hause gefördert werden. Das Internationalisierungsvorhaben besteht aus drei Dimensionen:

    1. Englischsprachiges Lehrangebot (4 Semester) zu Themen der International Education und Global Justice.
    2. Thematische Exkursionen im Umkreis von Hannover
    3. Etablierung von Partnerschaften mit ausländischen Colleges und Schools of Education

Wintersemester 2018/19

  • Leibniz-Prinzip digi lab

    Antragstellerin/Antragsteller:  Prof. Bernado Wagner, Dr. Tomas Jambor

    Einrichtung / Fakultät: Fakultät für Elektrotechnik und Informatik - Zentrum für Didaktik der Technik 

    Projektbeginn:  Oktober 2018

    Laufzeit: 15 Monate

    Kurzbeschreibung:

    Als gemeinsames Vorhaben des Zentrum für Didaktik der Technik (ZDT) und des Institut für Didaktik der Naturwissenschaften (IDN) hat das Projekt "Leibniz Prinzip digi lab" zum Ziel einen Lehr- und Lernraum für einen digital gestützten Unterricht aufzubauen. Dabei werden aktuelle und zukünftige Technologien (AR und VR), wie beispielsweise Beamer, Touchscreens, 3D-Drucker und -Scanner sowie Audio und Videosysteme, integriert. Der Raum soll dabei in dreifacher Hinsicht nutzbar sein:

    1. Förderung der Medienkompetenz der Lehramtsstudierenden:
      Studierende können einerseits an Veranstaltungen teilnehmen, in denen die Technologien zum Einsatz kommen. Andererseits gestalten sie selbst Lerneinheiten für die Veranstaltungen und für den Einsatz in der Schule.
    2. Unterrichtsforschung:
      Der Unterricht für Schulklassen wird entweder direkt in dem Raum durchgeführt oder die Komponenten des Raums werden mobil in die jeweilige Schule transportiert und vor Ort verwendet. Dabei soll die Unterrichtsforschung im Rahmen der Lehrveranstaltungen stattfinden, sodass diese vorwiegend durch die Studierenden selbst erfolgt. Auf diese Weise lernen sie ihren eigenen Unterricht zu evaluieren und zu optimieren.
    3. Fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen vor Ort:
      Dadurch sollen Impulse für die methodische und mediale Weiterentwicklung von der Lehramtsausbildung zu den einzelnen Fachwissenschaften geschaffen werden.

    Das Leibniz Prinzip digi lab ermöglicht somit die Erprobung, Dokumentation und Reflexion vielseitiger und flexibler Unterrichtsszenarien.

     

     

  • Integration eines Lehr-Lernlabors in die Lehrerbildung

    Antragstellerin/Antragsteller:  Jun.-Prof. Susanne Weßnigk, Dr. Rüdiger Scholz

    Einrichtung / Fakultät:  Fakultät für Mathematik und Physik,  Institut für Didaktik der Mathematik und Physik, Institut für Quantenoptik

    Projektbeginn:  August 2018

    Laufzeit: 12 Monate

    Kurzbeschreibung:

    Ziel des Projekts ist es, ein Lehr-Lernlabor an der Leibniz Universität aufzubauen, in die Lehramtsausbildung zu implementieren und dort als festen Bestandteil zu etablieren. Mit dem Lehr-Lernlabor wird Lehramtsstudierenden ermöglicht, anders als in den obligatorischen Praktika und über diese hinaus praktische und besonders reflexionswirksame Erfahrungen in speziell arrangierten Lehr-Lernsituationen während ihres Studiums zu sammeln. Ein Ziel ist dabei, dass die Studierenden in der direkten Erfahrung und Reflexion der von ihnen konzipierten Lernsituationen wichtige Kompetenzen ihres späteren Berus erwerben, die in anderen Lehramtsveranstaltungen wie z.B. Vorlesungen und Seminaren nur schwer zu erreichen sind (wie das Erkennen, Erzeugen und Analysieren von Unterrichtsqualität). Das Lehr-Lernlabor soll somit eine strukturelle Verbesserung der Lehramtsausbildung bieten.


Kontakt Studienqualitätsmittel

Anträge und Verwendungsnachweise können gerichtet werden an: sqmi@lehrerbildung.uni-hannover.de


Dr. Joachim von Meien
Adresse
Appelstraße 11/11a
30167 Hannover
Gebäude
Raum
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