Kristin Tschernig

Kristin Tschernig (Deutsches Seminar) hat einen Vortrag zu Bildungssprache in der Werkstatt gehalten.

ZUR PERSON

Kristin Tschernig hat an der Leibniz Universität Hannover Funktionale und Angewandte Linguistik studiert. Derzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leibniz School of Education im Projekt Leibniz-Prinzip (Qualitätsoffensive Lehrerbildung) tätig und Lehrbeauftragte am Deutschen Seminar (Abteilung Sprachwissenschaft).

 

 

VORTRAG IN DER WERKSTATT

Januarwerkstatt 2018
Schreiben in der Bildungssprache Deutsch

Bereits seit den frühen 2000er Jahren hat der Begriff Bildungssprache zunehmend Einzug in bildungspolitische Texte, Bildungspläne sowie in didaktische und wissenschaftliche Publikationen gehalten und ist mittlerweile fester Bestandteil des deutschen Forschungsdiskurses (vgl. Gogolin/ Duarte 2016: 478). Unter dem Konstrukt wird ein sprachliches Register verstanden, zu welchem formale und funktionale Eigenschaften der in den Bildungsinstitutionen verwendeten Sprache gezählt werden. Die Verzahnung von sprachlichem und fachlichem Lernen wird in diesem Kontext zumeist anhand von Lehrwerksanalysen und Unterrichtsmaterialien untersucht. Eine Unterscheidung bei der medialen Realisierung von Bildungssprache in Bezug auf die rezeptiven und produktiven Anforderungsbereiche des Unterrichts wird bislang jedoch nur vereinzelt vorgenommen (vgl. Morek/ Heller 2012: 89 f.). Dabei enthalten vor allem Schreibprozesse in den naturwissenschaftlichen Fächern spezifische Charakteristika und damit einhergehende Herausforderungen: Exemplarisch wird dies in dem Vortrag anhand allgemeiner Informationen zum Bereich des sprachlichen Outputs in Unterrichtskontexten und an einem konkreten Forschungsdesign für das Fach Physik als stellvertretende Naturwissenschaft vorgestellt und problematisiert.