Ariane Steuber

Ariane Steuber (Leibniz School of Education) hat je einen Vortrag in der Werkstatt und in der Reihe »mittwochs um vier« gehalten. Ihr Aufsatz zum tätigkeitsorientierten Deutscherwerb findet sich im 2019 erschienenen Sammelband »Sprache, Flucht, Migration«.

ZUR PERSON

Ariane Steuber ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Leibniz-Prinzip der Leibniz School of Education in der Maßnahme »Diversitätssensibilität in der inklusiven Schule« und Lehrbeauftragte am Deutschen Seminar für das Modul Spracherwerb und Sprachpsychologie. Von 2009-2016 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung, Abteilung Sozialpädagogik, der Leibniz Universität Hannover. Zuvor hat sie das erste und zweite Staatsexamen für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in der beruflichen Fachrichtung Bautechnik und im Unterrichtsfach Deutsch abgelegt.

VORTRÄGE IN DER WERKSTATT UND IN DER REIHE »MITTWOCHS UM VIER«

Spätsommerwerkstatt 2016
(a) Sprachförderung an berufsbildenden Schulen

Der Beitrag widmet sich dem Thema Sprachförderung an berufsbildenden Schulen und gibt u.a. einen Einblick in die pädagogische Arbeit in einer Sprachförderklasse. Dabei werden vor allem die Themen Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen und didaktische Gestaltungsmöglichkeiten für eine handlungs- bzw. tätigkeitsbezogene Sprachförderung näher betrachtet.  

WiSe 2016/17
(
b) Konzeptionelle Überlegungen zur tätigkeitsbezogenen Sprachförderung

Für Lernende, die aus verschiedenen Gründen keinen guten Zugang zur Schriftsprache haben, ist es erforderlich, ressourcenorientierte Zugänge zum Sprachlernen zu schaffen. Sie sollten das kommunikative Bewältigungshandeln in konkreten (beruflichen) Anforderungssituationen zum Ausgangspunkt nehmen und sich schrittweise an die Bildungssprache annähern. Im Vortrag werden theoretisch-konzeptionelle Überlegungen für ein solches Konzept einer tätigkeitsbezogenen Sprachförderung dargestellt und anhand von praktischen Beispielen illustriert.

 

 

BEITRAG IM SAMMELBAND 2019

Spracherwerb in beruflichen Kontexten: Handlung, Tätigkeit und Sprache [Beitrag 16]

Keywords

  • Spracherwerb Geflüchteter,
  • Heterogenität,
  • Bildungssprache,
  • handlungsorientiertes Lernen,
  • Handlungsregulationstheorie,
  • explizites Wissen,
  • Tätigkeitsorientierung,
  • Situiertes Lernen,
  • Lernen im Arbeitsprozess,
  • implizites Wissen.

Abstract

»Im vorliegenden Beitrag werden handlungs- und tätigkeitsorientiertes Lernen als unterschiedliche Zugänge für den Spracherwerb in beruflichen Kontexten gegenübergestellt. Unter Rückgriff auf die Handlungsregulationstheorie sowie theoretische Ansätze zum Situierten Lernen und zum Lernen im Arbeitsprozess werden zunächst zwei unterschiedliche Paradigmen im didaktischen Konzept der Handlungsorientierung erörtert. Zudem werden die Funktionen von Sprache in beiden Lernzugängen betrachtet, um deren Potenziale im Hinblick auf einen ressourcenorientierten Spracherwerb insbesondere für geflüchtete junge Menschen zu verdeutlichen. Aus der Gegenüberstellung geht hervor, dass handlungsorientiertes Lernen in einem klassischen Verständnis mit hohen Anforderungen im Hinblick auf das Beherrschen formeller und fachsprachlicher Register einhergeht, während ein Verständnis von Handlungsorientierung im Sinne eines tätigkeitsorientierten und situierten Ansatzes Lernenden auch einen niedrigschwelligen Einstieg in den berufsbezogenen Spracherwerb ermöglicht.« Ariane Steuber 2019: 327