Irmhild Schrader

Irmhild Schrader (Arbeitsstelle DiversitAS) hat mehrere Workshops angeleitet und in der Reihe »mittwochs um vier« vorgetragen.

ZUR PERSON

Irmhild Schrader ist Erwachsenenbildnerin (Dipl.Päd.) und arbeitet als Lehrbeauftragte der Arbeitsstelle DiversitAS an der Leibniz Universität Hannover. Sie ist Ausbilderin für das Programm »Eine Welt der Vielfalt/A World of Difference« (Diversität & Antidiskriminierung) und arbeitet in Projekten an der Schnittstelle zwischen Politikberatung & Zivilgesellschaft (beispielsweise Stadtteil-Projekt »LindenVision«; Janusz-Korczak-Verein Hannover: »Kinderrechte und UMF«).

WERKSTATTARTIGE VORTRÄGE IN DER WERKSTATT UND IN DER REIHE »MITTWOCHS UM VIER«

SoSe 2016
a) Bilder und Stereotypen: Was weiß-denke-fühle ich eigentlich?

Der öffentliche Diskurs über Geflüchtete fließt auch in die freiwillige/ehrenamtliche Arbeit in Initiativen vor Ort ein. Neben einer Reflexion der eigenen Bilder geht es in der Werkstatt um die Frage nach Motiven, Machtstrukturen und Politisierungstendenzen in Helfergruppen. Bezugspunkt ist die EFA-Studie von Serhat Karakayali und J. Olaf Kleist, betitelt Strukturen und Motive der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in Deutschland und erschienen bei BIM, 2015. 

Juniwerkstatt, 2017
b) Unterstützungsarbeit - Auf Augenhöhe mit Geflüchteten?!

Unterstützungsarbeit bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Paternalismus und Solidarität. Im Mittelpunkt des Workshops steht die kritische Auseinandersetzung mit einem ›Reflexionsvideo‹, das Irritationen und Stereotypisierungen in der Praxis thematisiert und versucht, auch strukturelle Ursachen des Ungleichgewichts in der Begegnung zwischen Helfenden und Geflüchteten aufzuzeigen. Der Workshop soll Denkanstöße für zwei Ebenen bieten: das Nachdenken über die eigene Position und die Frage nach der Eignung des Films in der pädagogischen Arbeit.

Novemberwerkstatt 2017
(c) Über die Schwierigkeiten, gehört zu werden - Kinderrechte und geflüchtete Minderjährige

Auch nach der Rücknahme der Vorbehaltserklärung bzgl. der KRK tut sich die Bundesrepublik mit der Umsetzung der Kinderrechte noch schwer. Besonders betroffen sind dabei geflüchtete Minderjährige - egal ob mit oder ohne Begleitung. Das Kindeswohl und das Recht auf Beteiligung durchzusetzen, ist in vieler Hinsicht in der Praxis – Gesetzen, Maßnahmen, Strukturen, etc. - nicht einfach. Wie gelingt es jungen Menschen trotz aller Hindernisse für Beteiligung zu kämpfen? Welche Erfahrungen machen Ehrenamtliche, die junge Menschen im Prozess des Heimischwerdens begleiten? Diesen Fragen geht der Vortrag nach und regt zur Diskussion an.

Pfingstwerkstatt 2018
d) Machwitz, Sarotti und mehr - koloniales Erbe in Bildern

Aktueller Anlass des Workshops ist eine Petition an die Kaffeerösterei Machwitz: Damit wird sie aufgefordert, sich mit ihrer Geschichte und dem Firmenlogo auseinanderzusetzen. Solche Spuren rassistischer kolonialer Alltagsbilder sind überall präsent und werfen die Frage nach einem konstruktiv-kritischen Umgang auf. Das Beispiel des »Sarottimohr« zeigt, wie und warum eine Figur verändert wurde, undsoll Anstoß für ein gemeinsames Nachdenken sein: Mit welchen Symbolen, Redensarten, Spielen sind wir vertraut, die ebenfalls diskriminierende Inhalte transportieren? Wie können wir passende Alternativen entwickeln? Die Teilnehmer_innen sind herzlich eingeladen, weitere Beispiele mitzubringen.