Catharina Peeck-Ho

Catharina Peeck-Ho (Institut für Soziologie) hat einen Vortrag aus intersektioneller Sicht in der Reihe »mittwochs um vier« gehalten.

ZUR PERSON

Catharina Peeck-Ho arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Soziologische Theorie am Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover und hat ihre Dissertation über die Rolle von Geschlecht in der britischen Antiterrorstrategie im vergangenen Jahr abgeschlossen. Aktuelle Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Geschlechterforschung, Versicherheitlichung und Soziale Bewegungen.

VORTRAG IN DER REIHE »MITTWOCHS UM VIER«

SoSe 2017
Geschlecht, Klasse, Ethnizität und…? Intersektionalität als Perspektive auf die Migrationsgesellschaft

Das Konzept Intersektionalität schließt an feministische Debatten um die vielfältigen Diskriminierungen von Frauen unterschiedlicher Positionierung an. Sie haben Stichworte wie »triple oppression« oder Mehrfachunterdrückung hervorgebracht und die Kategorien Geschlecht, Klasse und Rasse/Ethnizität thematisiert. Intersektionalität verwirft diese Strukturkategorien nicht, verweist aber darauf, dass sie miteinander verwoben, situativ unterschiedlich wirksam und mit anderen Kategorien (z. B. Alter, Behinderung, sexuelle Orientierung) verknüpft sein können. Daran anschließend setzt sich der Vortrag mit der Frage auseinander, wie Intersektionalität als Perspektive auf die Migrationsgesellschaft nützlich ist. Anhand des Beispiels muslimischer Frauen soll diskutiert werden, wie Ungleichheiten im Hinblick auf ihre Wechselwirkungen analysiert werden können und welche politischen Strategien daraus entstehen können.