Mirko Widdascheck

Mirko Widdascheck (Refugee Law Clinic e. V.) hat mehrere Einführungen in das Asylrecht in der Werkstatt und einen Vortrag in der Reihe »mittwochs um vier« gehalten. Sein Aufsatz zur Verschärfung des Flüchtlingsrechts findet sich im 2019 erschienenen Sammelband »Sprache, Flucht, Migration«.

ZUR PERSON

Mirko Widdascheck studierte Rechtswissenschaften in Hannover und Stockholm und promovierte am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Sozialrecht . Er ist Mitgründer, Berater und Co-Vorstand der Refugee Law Clinic Hannover e. V. und ins- besondere für die Ausbildung neuer Berater_innen zuständig. Durch regelmäßige »Einführungen in das Asylrecht« u. a. bei der LeibnizWerkstatt gibt er sein Wissen und seine Erfahrungen im deutschen und europäischen Flüchtlingsrecht an Ehrenamtliche, Geflüchtete und andere Interessierte weiter.

VORTRÄGE IN DER WERKSTATT UND IN DER REIHE »MITTWOCHS UM VIER«

Werkstatt ab 2016; SoSe 2016
Einführung in das Asylrecht

Die umfassende und auch für Nicht-Jurist_innen verständliche Einführung in das Asylrecht beschäftigt sich insbesondere mit aktuellen Zahlen und Fakten, dem konkreten Ablauf des Asylverfahrens von der Registrierung bis zur Anhörung, und dessen verschiedenen möglichen Ergebnissen (Anerkennung, Ablehnung, Duldung u.a.). Von besonderem Interesse ist, welche Fragen und Probleme uns bei der Flüchtlingsarbeit begegnen (können), und wie mit diesen umzugehen ist. Zudem werden die RLC und ihre Angebote vorgestellt; Berichte aus der Praxis runden das Bild ab. 

Zur Einrichtung

Die Refugee Law Clinic Hannover e.V. wurde im Frühjahr 2015 ins Leben gerufen und berät seit November 2015 geflüchtete Menschen. Der immense Bedarf an solch einer kostenlosen Rechtsberatung wird an den großen Mandantenzahlen deutlich und führte auch dazu, dass im April 2016 ein weiteres Ausbildungsseminar für Jura-Studenten angeboten wurde. Die Refugee Law Clinic hat mittlerweile in Raum 1332 im Conti-Hochhaus ein eigenes Büro, ist auch online vertreten und freut sich über jede Unterstützung.

BEITRAG IM SAMMELBAND 2019

Die ›Orbánisierung‹ des deutschen Flüchtlingsrechts: Verschärfungen des rechtlichen Rahmens und die Bedeutung qualifizierter Rechtsberatung [Beitrag 6]

Keywords

  • Asylverfahren,
  • Flüchtlingsschutz,
  • Familiennachzug,
  • Hot-Spots der Europäischen Union,
  • Menschenrechtsverletzungen,
  • Fremdenfeindlichkeit,
  • Menschlichkeit.

Abstract

»Das Flüchtlingsrecht soll den Opfern von Krieg und Verfolgung Schutz bieten. Doch im internationalen Bereich regieren vermehrt Abschottung und Fremdenfeindlichkeit. Diesen Einflüssen scheinen sich auch die deutsche Politik und das deutsche Flüchtlingsrecht in den letzten Jahren nicht verschließen zu können. Das Asylverfahren wurde durch zahlreiche Gesetzesinitiativen verschärft und auch die Zuerkennung des Flüchtlingsschutzes begrenzt. Für Menschen mit dem ‚minderen‘ subsidiären Schutz wurde der Familiennachzug zudem ausgesetzt. Auch an den europäischen Außengrenzen werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Es ist daher Zeit für eine menschlichere Flüchtlingspolitik und eine Gewährleistung des Familiennachzugs.« (Mirko Widdascheck 2019: 157)