Vortragsreihe: Diversität

© LeibnizWerkstatt
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Am 15.01.2020 stand die Vortragsreihe ganz im Zeichen der Diversität. Wie diese ein erkenntnistheoretischer Wert sein kann, diskutierte Daria Jadreškić vom Institut für Philosophie unter dem Titel »Diversity as an Epistemic Value – From Individual to Social Objectivity«.

»A value-free idea of science is not a good idea.«

Das grundlegende Thema des Vortrags von Frau Jadreškić waren Werte in der Wissenschaft. Dieses erläuterte sie anhand des Konzepts der Diversität, dessen epistemischen Wert sie aus verschiedenen, sowohl theoretischen als auch praktischen Perspektiven heraus beleuchtete.

  • Zunächst ging die Vortragende auf zwei grundlegende Konzepte der Wissenschaft ein, indem sie das wertfreie Ideal von Wissenschaft mit dem »social value management ideal« verglich.
  • Im Anschluss ging sie näher auf den erkenntnistheoretischen Nutzen von Diversität ein, um dann ein Fallbeispiel aus der Frauen-Gesundheitsforschung zur näheren Erläuterung heranzuziehen.
  • Der nächste Punkt in Frau Jadreškićs Vortrag war das sogenannte »bias paradox«, das sich mit der Voreingenommenheit verschiedener theoretischer Perspektiven und der Frage, wieso die eine der anderen Perspektive vorzuziehen sei, auseinandersetzt.
  • Als weiteres Praxisbeispiel zog die Vortragende die »BiDil-Kontroverse« heran, ein Beispiel für Rassismus in der Medizin.
  • Den Abschluss des Vortrags bildeten Ausführungen zu Diversität in der Wissenschaftsphilosophie sowie, darauf aufbauend, das Fazit: »Structuring the community to include multiple perspectives and values will do more to advance the aims in relation to which value-free science was an ideal – impartiality and universality – than appeals to narrow methodology ever could.« (Longino 2004, 140)

(Tina Krohn)

Verfasst von Team LeibnizWerkstatt