Flucht. Trauma. Pädagogik: Psychosoziale Aspekte im Kontext von Zwangsmigration

Christoph Müller (Institut für Sonderpädagogik)

Mit ein paar mehr DaF/DaZ-Stellen ist es nicht getan.
Christoph Müller im Vortrag

Christoph Müller vom Institut für Sonderpädagogik informierte die Zuhörenden umfassend über psychosoziale Aspekte im Kontext von Zwangsmigration, wobei er verschiedene konkrete Beispiele (auch aus der eigenen Arbeit) in den theoretischen Vortrag einband, welcher sich im Kern mit zwei Themen beschäftigte:

  • Was ist ein Trauma und wie entsteht, verfestigt und äußert es sich?
  • Welche Lösungsansätze gibt es, um mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen umzugehen? Was können auch Lehrkräfte, die selbst keine ausgebildeten Therapeut_innen sind, tun, um ihre Schutzbefohlenen und auch sich selbst ein Stück weit zu entlasten?

Im Anschluss an den Vortrag war wie immer Raum für Kommentare und Fragen, den die Teilnehmenden nutzten, um sich in einer lebhaften Diskussionen zu Themen wie »Was kann der Kontakt mit traumatisierten geflüchteten Kindern und Jugendlichen bei Lehrkräften mit Flucht- oder Migrationserfahrung auslösen?« und »Wie viel von den vorgeschlagenen Maßnahmen können Lehrkräfte ohne institutionelle Unterstützung überhaupt umsetzen?« austauschten. Hierbei ist es wichtig, sich klarzumachen, welche Möglichkeiten man selbst in der aktuellen Situation hat. Die Bedeutung einzelner konkreter Bezugspersonen für die Kinder und Jugendlichen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Und auch eine veränderte Haltung und verstärkte Reflexion seitens der Lehrkräfte können von immenser Wichtigkeit sein – auch für die eigene Entlastung. 

(Tina Krohn)