Das ›Eigene‹ und das ›Andere‹. Zur Sozialpsychologie der Fremdenfeindlichkeit

Prof. Dr. Rolf Pohl (Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie)

Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.
Karl Valentin

Prof. Dr. Rolf Pohl, seit vielen Jahren in Lehre und Forschung am Institut für Soziologie tätig und außerdem Koordinator der AG Politische Psychologie, referierte über die Sozialpsychologie der Fremdenfeindlichkeit, die er anhand der Kategorien des ›Eigenen‹ und des ›Anderen‹ erklärte. 

  • Die Kernfragen des sehr interessanten und zum Denken anregenden Vortrags waren: »Wie fremd ist das Fremde?«, »Wie funktioniert Fremdenfeindlichkeit?« und »Welche Motive haben fremdenfeindliche Menschen?« 
  • Diesen Fragen näherte sich Prof. Pohl an, indem er zuerst auf Fremdenfeindlichkeit in der ›Mitte der Gesellschaft‹ (PEGIDA, AfD etc.) einging. 
  • Anschließend erläuterte er die Hauptpunkte des Vortrags: 
    1. Identitätssehnsucht: Die unbewusste Logik von Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit 
    2. Der Krieg im Kopf: völkische Paranoia und Fremdenhass 
    3. Der Projektionsmechanismus 
    4. Das ›Eigene‹ und die Konstruktion des ›Fremden‹

  • Der Vortrag endete mit einem Ausblick über den Umgang mit dem ›Eigenen‹ und dem/den ›Fremden‹.

Im Anschluss an den Vortrag entstand eine sehr lebhafte und ausführliche Diskussion im Plenum, in der auch politische, gesellschaftliche, mediale und pädagogische Aspekte der Problematik thematisiert wurden. 

(Tina Krohn)