»mittwochs um vier«

Als semesterübergreifendes Begleitprogramm bot die LeibnizWerkstatt vom April 2016 bis Februar 2020 eine Veranstaltungsreihe zur Sprache, Migration und Vielfalt an. »mittwochs um vier« richtete sich an Sprach- und Migrationsinteressierte, an Studierende sowie an alle weiteren Interessierten innerhalb und außerhalb der Leibniz Universität Hannover. Nach 95 Vorträgen und zwei Buchpublikationen »Sprache, Flucht, Migration« (2019) und »Sprache – Bildung – Geschlecht« (2021) wird die Vortragsreihe zum Projektende eingestellt.

VORTRAGSREIHE ZU SPRACHE, MIGRATION UND VIELFALT

Der Dreh- und Angelpunkt der LeibnizWerkstatt war die deutsche Sprache. In unserer offenen Vortragsreihe »mittwochs um vier« nahmen wir die Vielzahl der Sprachen und die verschiedenen Wanderungsarten in der deutschen Gesellschaft als Ausgangspunkt. Die Vorträge stellten Verbindungen von Sprache mit anderen Schwerpunkten wie Fluchtmigration, Diskriminierung, Recht und Vielfalt her.

Dem migrationsbedingten sprachlichen Um- und Zugang sowie der kontinuierlichen gesellschaftlichen Herstellung von Differenzen näherten sich die wöchentlichen Vorträge kritisch, historisch und pädagogisch an. Indem mitgebrachte Sprachen und Schriften der Zwangsmigrierten mit der Umgebungssprache Deutsch und der lateinischen Schrift zusammengedacht wurden, sprach sich die LeibnizWerkstatt für eine Pädagogik der Mehrsprachigkeit und Mehrschriftlichkeit aus.

ZIEL DER VERANSTALTUNG

Gewünscht war eine Vernetzung und ein Austausch unter Erfahrenen und Einsatzwilligen, die sich für Neuzugewanderte engagierten, sich zur Schnittstelle Migration und Sprachen informieren wollten und einen mehrperspektivischen Zugang anstrebten.

Mit ihrem Angebot wollte die Vortragsreihe »mittwochs um vier« für zweierlei sorgen:

  • Sprachen wurden ausdrücklich in ihrer Vielzahl und Mehrschichtigkeit wahrgenommen,
  • der thematischen Angebotspalette lag das Bewusstsein um Differenzziehung, potenziell daraus erfolgende Diskriminierung sowie (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit als Querschnitt zugrunde.

Wir als Team LeibnizWerkstatt haben uns über acht Semester auf Studierende und Ehrenamtliche gefreut, die interessengeleitet der Vortragsreihe beiwohnten und sie mit Fragen und Diskussionslust bereicherten.

Das Programm wurde von Radhika Natarajan zusammengestellt, die Resümees von Tina Krohn verfasst und die Fotodokumentation zunächst von Marie Hoch und darauf Siham Schotemeier bewerkstelligt.

Nach 95 Vorträgen und zwei Buchpublikationen »Sprache, Flucht, Migration« (2019) und »Sprache – Bildung – Geschlecht« (2021) wird die Vortragsreihe zum Projektende eingestellt.