Septemberwerkstatt 2018

In der vorlesungsfreien Zeit bot die LeibnizWerkstatt einen Workshop am 20.09.2018 von 12:00 - 18:30 Uhr an. Für die vierte Werkstatt im Jahr 2018, die Septemberwerkstatt, trafen wir uns im Conti Hochhaus.

PROGRAMM UND ABLAUF

  • 20.09.2018 Grundlagen; Lernen als Kind, Jugendliche, Erwachsene; Asylverfahren

    Donnerstag, den 20.09.2018; 12:00 (s.t.) - 18:30 Uhr - Raum 506, Conti Hochhaus

    12:00 - 13:30 Uhr
    Alter als Differenzlinie beim Umgang mit Sprachen
    Input aus der Werkstatt zu Erfahrungswelten
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

    13:45 - 15:15 Uhr
    Kooperation: Kita - Grundschule - Eltern
    Input und Diskussion
    Kathrin Hormann (Institut für Sonderpädagogik)

    15:30 - 16:45 Uhr
    Beiträge aus der Werkstatt
    - Unterricht in einer Flüchtlingsunterkunft
     Melanie Schiemann (TN Pfingst- & Aprilwerkstatt)

    - DSH und DSD – Sprachtests der Kultusministerkonferenz
     Jennifer Nomrowski (TN Frühlings- & Augustwerkstatt)

    17:00 - 18:15 Uhr
    Einführung in das Asylrecht
    Vortrag und Diskussion
    Mirko Widdascheck (Refugee Law Clinic Hannover e.V.)

    ab 18:15
    Roter Faden und sanfter Ausklang
    Resümee zum Bisherigen
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

Hauptfokus dieses Mal war die Differenzlinie »Alter« und wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Lernen im Allgemeinen und Sprachen im Besonderen umgehen. Zudem berichteten Teilnehmende der ersten Werkstätten vom Sommer 2016 von ihrer bisherigen Sprachvermittlungserfahrung und ihren Einsichten. Hierbei ging es um Unterricht für Jugendliche in einer Flüchtlingsunterkunft sowie die Anforderungen der KMK für Studieninteressierte. Einsichten aus der Sonderpädagogik sowie aus der Rechtsberatung rundeten den Workshop ab.

ABSTRACTS

(a) Kooperation: Kita – Grundschule – Eltern
Kathrin Hormann)

Lehrpersonen beobachten und beschreiben eine teilweise Passivität und Zurückhaltung von Seiten der Eltern (insbesondere von Eltern mit sog. Migrationshintergrund und mit Fluchterfahrung), die sich vor allem durch die nur sporadische Teilnahme an Elternabenden und anderen Schulveranstaltungen zeigt. Auch das Interesse der Eltern am Schulgeschehen scheint sich in Grenzen zu halten.  

In der gemeinsamen Diskussion soll unter anderem den Fragen nachgegangen werden:

  • welche Gründe zu »dieser« Zurückhaltung und Distanz führen können,
  • welche Handlungsalternativen im Alltag »Abbau von Barrieren« hilfreich sein können.  

Nachdem kurz auf die Gründe für eine Kooperation zwischen Elternhaus und Schule eingegangen wird, soll auf der Grundlage einer Übung eine weiterführende Reflexion angeregt werden. Darüber hinaus soll der Blick auf mögliche Barrieren in der Zusammenarbeit gerichtet werden, um abschließend gemeinsam über verschiedene Handlungsalternativen im Alltag zu diskutieren.

(b) Einführung in das Asylrecht
(Mirko Widdascheck)

Die umfassende und auch für Nicht-Jurist_innen verständliche Einführung in das Asylrecht beschäftigt sich insbesondere mit aktuellen Zahlen und Fakten, dem konkreten Ablauf des Asylverfahrens von der Registrierung bis zur Anhörung, und dessen verschiedenen möglichen Ergebnissen (Anerkennung, Ablehnung, Duldung u.a.). Von besonderem Interesse ist, welche Fragen und Probleme uns bei der Flüchtlingsarbeit begegnen (können), und wie mit diesen umzugehen ist. Zudem werden die RLC und ihre Angebote vorgestellt; Berichte aus der Praxis runden das Bild ab.

Zur Einrichtung

Die Refugee Law Clinic Hannover e.V. wurde im Frühjahr 2015 ins Leben gerufen und berät seit November 2015 geflüchtete Menschen. Der immense Bedarf an solch einer kostenlosen Rechtsberatung wird an den großen Mandantenzahlen deutlich und führte auch dazu, dass im April 2016 ein weiteres Ausbildungsseminar für Jura-Studenten angeboten wurde. Die Refugee Law Clinic hat mittlerweile in Raum 1332 im Conti-Hochhaus ein eigenes Büro, ist auch online vertreten und freut sich über jede Unterstützung.