Novemberwerkstatt 2017

Am zweiten Novemberwochenende fand die erste Blockveranstaltung des Wintersemesters 2017/18 statt: Am 10. und 11.11.2017 konnten sich Interessierte wieder über eine große Bandbreite von Themen informieren, neue Kontakte knüpfen und alte auffrischen, sich austauschen und gemeinsam reflektieren.

PROGRAMM

  • 10.11.2017 Hochschulzugang, Lehrwerke, Sprachlernklassen, Grundlagen DaF/DaZ

    Freitag, den 10.11.2017; 14:00 - 18:30 Uhr

    14:00 - 14:30 Uhr
    Vorstellung und Interessenerkundung
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

    14:30 - 15:15 Uhr
    Didaktische Grammatik: Erste Überlegungen
    Kurzer Input aus der Werkstatt
    Tina Krohn (LeibnizWerkstatt)

    15:15 - 16:00 Uhr
    Arbeit mit Lehrwerken vs. Unterricht selbst vorbereiten
    Vortrag und Austausch
    Wolfgang Mennecke (Fachsprachenzentrum)

    16:15 - 17:30 Uhr
    Pädagogische und schulische Arbeit mit Geflüchteten - eine Bestandsaufnahme
    Konzeptvorstellung und Diskussion
    Söhnke Post (Hannah-Arendt-Gymnasium Barsinghausen)

    17:30 - 18:00 Uhr
    Hochschulzugang für studieninteressierte Geflüchtete
    Kurzer Informationsinput
    Ludolf von Dassel (Hochschulbüro für Internationales)

    18:00 - 18:30 Uhr
    Roter Faden: Erste Einsichten
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

  • 11.11.2017 Kreativität, Recht, Sprachzugang, Flüchtlingsarbeit

    Samstag, den 11.11.2017; 10:00 - 18:30 Uhr

    10:00 - 12:30Uhr
    Dreimal K: #Kunst#Kultur#Kreativität
    Workshop und Reflexion
    Katja Krause (kestnergesellschaft & Sprengel Museum)

    13:30 - 15:00 Uhr
    Kinderrechte und geflüchtete Minderjährige
    Input und Diskussion
    Irmhild Schrader (DiversitAS)

    15:00 - 16:30 Uhr
    Die gespaltene Welt im Werk Rafik Schamis: Aus der Perspektive der Auslandsgermanistik
    Workshop und Austausch
    Dr. Meher Bhoot (University of Mumbai)

    16:30 - 18:00 Uhr
    Menschenrechte als Grundlage der Flüchtlingsarbeit
    Werkstatt und Diskussion
    PD Dr. Eva Kalny (Institut für Didaktik der Demokratie)

    18:00 - 18:30 Uhr
    Roter Faden 
    Weitere Einsichten und Abschluss
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

ABLAUF DER WERKSTATT

Am ersten Tag lernten wir uns im Rahmen einer Vorstellungsrunde näher kennen und wurden anschließend von Tina Krohn im Rahmen eines Beitrags aus der Werkstatt über Grundlagen des Themas Grammatik im Unterricht informiert. Es ging hierbei insbesondere um die Fragen, was Grammatik eigentlich ist, wie viel Grammatik man Lernenden »zumuten« kann und in welcher Reihenfolge die Themen behandelt werden sollten. Im Anschluss diskutierte Wolfgang Mennecke vom Fachsprachenzentrum mit der Gruppe die Vor- und Nachteile von Arbeit mit Lehrwerken einerseits und freier Unterrichtsgestaltung andererseits. Letztlich ist kein Ansatz dem anderen wirklich zu bevorzugen, sinnvoll ist eine Integration in ein handlungsorientiertes Unterrichtskonzept.

Eine Bestandsaufnahme zur pädagogischen und schulischen Arbeit mit Geflüchteten lieferte uns Söhnke Post vom Hannah-Arendt-Gymnasium Barsinghausen, der von der Arbeit an seiner Schule und den eigenen Erfahrungen aus dem Schulalltag berichtete und mit den Teilnehmenden diskutierte. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Informationsinput von Ludolf von Dassel vom Hochschulbüro für Internationales, der uns von Möglichkeiten, Bedingungen und Schwierigkeiten des Hochschulzugangs für studieninteressierte Geflüchtete erzählte.

Den Auftakt des zweiten Tages bildete ein Workshop mit Katja Krause von der kestnergesellschaft, in dessen Rahmen wir kunstpädagogische Zugänge zur Arbeit mit Geflüchteten nicht nur vorgestellt bekamen, sondern auch gleich selbst erproben und reflektieren konnten. Im Anschluss führte uns Irmhild Schrader von der Arbeitsstelle DiversitAS in das Thema Kinderrechte ein. Nach einer Übersicht über die historische Entwicklung diskutierten wir in der Gruppe die aktuelle Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Deutschland.

Einen neuen interessanten Aspekt brachte Dr. Meher Bhoot von der Universität Mumbai (Indien) uns näher: Den Sprachzugang durch Literatur. Sie erläuterte dies, aus der Perspektive der Auslandsgermanistik heraus, anhand einer Kurzgeschichte von Rafik Schami, wobei sie auf dem theoretischen Konzept der kulturellen Identität aufbaute. Anschließend erörterte PD Dr. Eva Kalny vom Institut für Didaktik der Demokratie in einem interaktiven Beitrag die Rolle der Menschenrechte als Grundlage der Flüchtlingsarbeit, wobei insbesondere die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte intensiv diskutiert wurde. Eine Feedbackrunde beschloss den zweiten Tag, in deren Rahmen wir noch einmal gemeinsam über die Erkenntnisse und Erlebnisse der vergangenen zwei Tage reflektierten.

(Ablauf zusammengefasst von Tina Krohn)