Aprilwerkstatt 2017

Im Sommersemester 2017 boten wir die Überblick verschaffende Einführung in drei Terminblöcken nämlich als Aprilwerkstatt, Juniwerkstatt und Augustwerkstatt an. Die erste Blockveranstaltung des Sommersemesters 2017 fand am 21. und 22.04.2017 statt. 

PROGRAMM

  • 21.04.2017 Vorbesprechung, Hochschulzugang, niederschwellige Sprachangebote

    Freitag, den 21.04.2017; 14:00 - 18:30 Uhr

    14:00 - 15:00 Uhr
    Vorstellung und Interessenerkundung
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

    15:00 - 16:00 Uhr
    Hochschulzugang für Studierende mit Fluchtgeschichte an der Leibniz Universität Hannover
    Information und Austausch
    Ludolf von Dassel (Hochschulbüro für Internationales)

    16:00 - 18:15 Uhr
    Ein Verein und sein Engagement für Migrations- und Flüchtlingsarbeit: Niederschwellige Sprachangebote für Geflüchtete
    Workshop und Diskussion
    Dr. Peyman Javaher-Haghighi (kargah e.V.)

    18:15 - 18:30 Uhr
    Roter Faden
    Erste Einsichten
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

  • 22.04.2017 Projektinterne Beiträge, integratives Theater, Menschenrechte

    Samstag, den 22.04.2017; 10:00 - 18:30 Uhr

    10:00 - 13:45 Uhr
    Beiträge aus der Werkstatt

    Ist die Umgebungssprache auch die Sprache der Kommunikation?
    Workshop mit Lehrwerken und Meinungsaustausch
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

    Alphabetisierung für Anfangende
    Input und Erfahrungsbericht
    Tina Krohn (LeibnizWerkstatt)

    13:45 - 16:00 Uhr
    Ästhetiken des Zugangs - Theater für Gehörlose und Hörende
    Vortrag und Diskussion
    Dr. Rafael Ugarte Chacón (Institut für Philosophie)

    16:00 - 18:00 Uhr
    Menschenrechte als Grundlage der Flüchtlingsarbeit 
    Vortrag und Workshop
    PD Dr. Eva Kalny (Institut für Soziologie, Leibniz Universität Hannover)

    18:00 - 18:30 Uhr
    Roter Faden 
    Weitere Einsichten und Abschluss des ersten Terminblocks
    Radhika Natarajan (LeibnizWerkstatt)

In der Aprilwerkstatt am 21. und 22.04.2017 konnten sich Studierende, Ehemalige und Externe wieder in gewohnt entspannter Atmosphäre zu Themen rund um Sprache, Migration und Vielfalt informieren und sich untereinander und mit dem Projekt vernetzen. Natürlich waren auch Teilnehmende vergangener Veranstaltungen wieder herzlich eingeladen, an für sie neuen Blöcken teilzunehmen.

Neu ist zudem, dass der vollständige Besuch von der Einführung in der April-, Juni- bzw. Augustwerkstatt für Schulpraxis bzw. als Zusatzqualifikation Interkulturelle Pädagogik anrechenbar ist. Die in der vorlesungsfreien Pfingstwoche stattfindende Juniwerkstatt und die in der vorlesungsfreien Semesterzeit geplante Augustwerkstatt schließen inhaltlich an die Aprilwerkstatt an.  

ABLAUF DER WERKSTATT

(a) Vorbesprechung, Hochschulzugang und Vereinsarbeit

Die Veranstaltung, die sich dieses Mal eines sehr internationalen Publikums erfreute, begann am Freitag mit einer Vorstellungsrunde, aktuellen Zahlen und Fakten zu Geflüchteten in Hannover und Informationen zum Projekt LeibnizWerkstatt. Anschließend informierte Ludolf von Dassel vom Hochschulbüro für Internationales die Anwesenden über den Hochschulzugang für Studierende mit Fluchtgeschichte. Im zweiten Block des ersten Tages stellte Dr. Peyman Javaher-Haghighi den interkulturellen Verein kargah e.V., dessen Arbeit und Angebote und den Ansatz des integrativen Deutschunterrichts näher vor, wobei er das Publikum intensiv einband.

(b) Lehrwerke, Alphabetisierung, Theater und Menschenrechte

Der zweite Tag begann »sprachunterrichts-lastig«: Auf eine Analyse vorhandener Lehrwerke zu Deutsch als Fremdsprache und Zweitsprache folgte ein Beitrag aus der Werkstatt, in welchem Tina Krohn sich mit dem Thema Alphabetisierung befasste. Nach der Mittagspause folgte ein hochinteressanter Vortrag von Dr. Rafael Ugarte Chacón vom Institut für Philosophie. Unter dem Titel »Ästhetiken des Zugangs – Theater für Gehörlose und Hörende« berichtete er von einem integrativen Theaterprojekt von und mit Gehörlosen. Den inhaltlichen Abschluss der Aprilwerkstatt bildete ein Vortrag und Workshop von PD Dr. Eva Kalny vom Institut für Didaktik der Demokratie über Menschenrechte als Grundlage der Flüchtlingsarbeit, in welchem nicht nur die bestehende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte besprochen wurde, sondern die Teilnehmenden auch ihre eigenen „Menschenrechte 2.0“ erarbeiteten und präsentierten. 

Nach dem Vortrag wurde die Veranstaltung durch eine abschließende Reflexionsrunde abgerundet. An beiden Tagen zeigte sich das Publikum außerordentlich diskussionsfreudig und sehr engagiert bei der Vernetzung. 

(Ablauf zusammengefasst von Tina Krohn)