Die Leibniz School
Diversität & Inklusion

Diversität und Inklusion in der Lehrkräftebildung

Umgang mit Diversität und Inklusion in Schule – ein zentrales Thema in der Lehrkräftebildung

Ball bunte Hände Ball bunte Hände Ball bunte Hände © Bild: Hans-Jörg Nisch - Fotolia.com

Diversity Grundsätze an der Leibniz Universität

Die Leibniz Universität fördert ein Umfeld, das diskriminierenden Strukturen, Handlungen und Vorurteilen aktiv entgegenwirkt. Um diese Position zu bekräftigen, wurden von der Senatsarbeitsgruppe Diversity Management  zehn Diversity Grundsätze erarbeitet, die das Miteinander und den Umgang mit der Vielfalt der Menschen in der Leibniz Universität leiten sollen. Diese Grundsätze wurden 2016 vom Senat und vom Präsidium offiziell verabschiedet.

Schwerpunkt Diversität und Inklusion

Innerhalb des Schwerpunktes Diversität und Inklusion wird eine tiefgreifende Auseinandersetzung in Forschung und Praxis zu den Themen Diversität, Inklusion und Mehrsprachigkeit vorangebracht, die in konkreten Strukturveränderungsvorschlägen und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten innerhalb des Studiums und der Lehrkräftefortbildung mündet:

  • innerhalb der Hochschule (Säule I Hochschuldidaktik),
  • des Studiums (Säule II lehramtsbezogenen Studiengängen) sowie in
  • der Lehrkräftefort- und Weiterbildung (Säule II)

Gleichzeitig wird die Vernetzung der verschiedenen Akteure sowie der inhaltliche Input für lehramtsbezogene Forschung voran gebracht.

Was verstehen wir unter Diversität?

 

Auf der analytischen Ebene

     … setzt sich Diversität zusammen aus individuellen und gruppenbezogenen Merkmalen,  

die teilweise angeboren sind, teilweise individuell erworben werden, teilweise durch Gesetze und institutionelle Praxis entstehen, z.B.

Geschlecht bzw. Gender, die Ethnie, Kultur, Nationalität, Sprache, der sozioökonomische Status, Alter, Gesundheit im körperlichen und seelischen Sinne, Religion bzw. Glaube usw.

  • allen Merkmalen ist gemein, dass sie nicht isoliert, sondern kombiniert auftreten
  • Überschneidung verschiedener Differenzkategorien
  • Macht- und  Ungleichheitsstrukturen

Auf einer normativen Ebene …

  • steht Diversität dafür, Differenzen wertzuschätzen und als Ressource zu begreifen;
  • betont Diversität die Einzigartigkeit von Individuen  (vgl. z.B. Aretz/Hansen 2002, S. 8)
  • Diversität wendet sich eindeutig gegen Diskriminierungen aufgrund von:
    • ethnifizierenden Zuschreibungen, Nationalität, Bildung, Alter, Sprache, Geschlechterzuschreibungen, körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen, Religion oder Weltanschauung, etc.

                        Rückbezug zur Konstruktion von Differenzlinien

Was verstehen wir unter Inklusion?

 

Unser Verständnis von Inklusion … 

…. zielt über die aktuell verbreitete Fokussierung auf den gemeinsamen Unterricht von Schüler/innen mit und ohne Behinderungen bzw. Förderbedarf auf eine konsequente Minimierung von Diskriminierungen und eine Maximierung der Teilhabe aller Schüler/innen.


Neben dem Zugang zur allgemeinen Schule rückt die Akzeptanz, Partizipation und Leistungsentwicklung aller Schüler/innen in den Fokus. Inklusion erfordert eine fortwährende Entwicklung der Werte und Einstellungen, Praxis sowie institutionellen Strukturen. 

Verbindung von Diversität und Inklusion
Dr. Isabel Sievers
Adresse
Wilhelm-Busch-Straße 4
30167 Hannover
Dr. Isabel Sievers
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