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Mein Praktikum am Colegio Humboldt in Puebla, Mexiko

Abschlussfoto mit Schulklasse
La Malinche
Fahnenappell an der DS Puebla

Mein Name ist Mandy, ich bin 22 Jahre alt und studiere im fächerübergreifenden Bachelor Mathematik und Physik. Während der Semesterferien habe ich für sechs Wochen ein Schulpraktikum an der deutschen Schule in Puebla gemacht.  Puebla liegt im Süden Mexikos ungefähr zwei Stunden entfernt von der Hauptstadt Mexiko City.

Während meines Praktikums wohnte ich mit einer weiteren Praktikantin und einem Lehrer des Colegio Humboldt zusammen in einem Haus in San Andres, Cholula. Von dort konnte ich die Schule in 10-15min mit dem Fahrrad erreichen. Das Schulgelände, auf welchem sich neben der Primaria (Grundschule  1.-6.Klasse), der Secundaria (7.-9. Klasse) und Prepatoria (10.-12.Klasse) auch der Kindergarten befindet, ist riesig und besonders die Sportanlagen haben mich wirklich beeindruckt und in ihrer Größe überrascht. Es gibt ein eigenes Schwimmbad, eine Judohalle sowie zahlreiche Fußball-, Handball- und Basketballplätze. Alles ist sehr gepflegt und wird von allen SuS gerne genutzt.

Ich konnte in vielen Klassen hospitieren und selbst unterrichten, da alle Lehrkräfte mir gegenüber sehr aufgeschlossen und hilfsbereit waren. Besonders in den unteren Klassenstufen konnte ich den SuS bei einzelnen Problemen gut helfen und die Klassen sind mir sehr an’s Herz gewachsen. Meine Zeit verging wie im Flug und am letzten Schultag war ich sehr traurig. Allerdings hatte ich an diesem Tag auch gleichzeitig mein schönstes Erlebnis, beide 5.Klasse in denen ich hospitiert hatte, bereiteten eine Abschiedsstunde für mich vor und verabschiedeten mich mit selbstgemalten Bildern und Tafelanschrieb sowie einer supersüßen Gruppenumarmung. Es war wirklich schön zusehen, wie dankbar die Kids für die Zeit waren.

Neben meinen tollen Erfahrungen, wie das Leben als Lehrerin später einmal sein wird, konnte ich auch einiges vom Land Mexiko kennenlernen. Meist reiste ich an den Wochenenden mit dem Bus in verschiedene Städte. Äußerst schön sind die „Pueblos Magicos“ (magische Dörfer) von Mexiko, dies sind meist kleinere Städte, die durch ihren individuellen Charme beeindrucken. Den Berg „La Malinche“ zu besteigen sollte außerdem ein Muss für jeden Besucher von Puebla sein, denn der Ausblick von dort oben ist fantastisch.

Außerdem  lernte ich besonders das leckere mexikanische Essen wert zu schätzen, speziell Tapas, Enschiladas und Flautas sind sehr zu empfehlen.

Die größte Herausforderung war es für mich eine Zeit lang ohne fließendes Wasser zu leben, da unsere Wasserpumpe erst nach ein paar Tagen erfolgreich repariert werden konnte. Ich bemerkte wie verwöhnt wir doch in Deutschland sind, dass alle Probleme meist nach ein paar Stunden behoben sind und was es bedeutet, wenn zum Zähne putzen oder für die Wasserspülung der Toilette kein Wasser vorhanden ist.

Alles in allem habe ich meine sechs Wochen jedoch in allen Bereichen genossen und sehr viel gelernt. Alle Lehrkräfte und auch die Menschen in Mexiko waren mir gegenüber sehr offen und trotz sprachlichen Problemen meinerseits habe ich mich sehr gut zu Recht gefunden. Ich kann jedem nur empfehlen, der die Chance hat ein Praktikum im Ausland zu machen, diese zu nutzen. Ich würde meine Entscheidung immer wieder so treffen und denke, dass ich nach meinem Studium sicherlich noch mal versuchen werde als Lehrerin im Ausland zu unterrichten.