Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Leibniz School of Education
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Leibniz School of Education
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Mein Praktikum an der HTL (höhere technische Lehranstalt) Mödling in Wien/Österreich

Die Schule von oben

Ich heiße Nico und studiere im dritten Semester im Master of Education Lehramt an berufsbildenden Schulen im Bereich Holztechnik und Sonder-/Sozialpädagogik. Von Mitte Februar bis Mitte März 2018 absolvierte ich mein Praktikum an der HTL in Mödling (Österreich). Da ich vom monotonen Schulsystem in Deutschland genug hatte, wollte ich ein Auslandspraktikum machen, ohne erst eine neue Sprache lernen zu müssen. So entschied ich mich, mein Fachpraktikum im Bereich Holztechnik bei unseren Nachbarn im schönen Wien zu absolvieren. Aber auch hier gab es anfangs unerwartete Sprachbarrieren :)

Darf ich Dir drei Fragen zu Deinem Praktikum in Wien stellen, lieber Nico?

Was hat Dich bei deinem Praktikum überrascht?

Die Größe der Schule und die Freundlichkeit der Lehrenden und Lernenden haben mich positiv am meisten überrascht. Mit 3.600 SchülerInnen und 410 Lehrkräften ist die HTL die größte technische Schule Europas. Des Weiteren beeindruckte mich die Freundlichkeit, Menschlichkeit und Offenheit aller sehr, sodass ich mich nach wenigen Stunden vollkommen integriert und aufgenommen fühlte. Lehrende sowie Lernende waren überaus hilfsbereit. Ebenso beeindruckte mich die Organisation der beruflichen Ausbildung. Wer etwas Neues kennenlernen möchte und nicht so weit reisen mag, ist hier genau richtig.

Was war Deine größte Herausforderung?

Deutsch ist nicht gleich deutsch! Jeder, der bereits im Süden Deutschlands unterwegs gewesen ist, kann das sicherlich bestätigen. Die Österreicher setzen da noch eins drauf. Manchmal fühlte ich mich wie in einem fremdsprachigen Land, in dem man französisch, spanisch oder italienisch spricht. Nach ein paar Tagen hatte ich mich dann in den Wiener Dialekt hineingehört und ertappte mich sogar manchmal beim Verwenden typischer Wörter wie Semmerl (Brötchen), Topfen (Quark), Kasterl (Nachttisch), um nur einige zu nennen.

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die die Menschen hier an den Tag legen, ist mit der der Deutschen kaum zu vergleichen. Angefangen vom Transfer vom Bahnhof aus zur HTL, über das freundliche Personal in der Mensa bis hin zur großzügigen Unterkunft im Internat. An jeder Ecke fand ich eine aufmerksame Hilfsbereitschaft. Ich hatte das Gefühl, dass mir die Menschen meine Fragen und Wünsche von den Augen ablesen konnten. Fragen, die sich mir gestellt hätten, wurden bereits im Vorhinein beantwortet, sodass ich auf jede Situation bestens vorbereitet war. Manchmal hatte ich beinahe ein schlechtes Gewissen bei der ganzen Unterstützung, die wohl zur österreichischen Mentalität gehört. Gleich hinter der HTL, die in einen Hang gebaut ist, befindet sich ein beeindruckender Berg, der für entspannende Spaziergänge einlädt oder zum Mountainbiking und Jogging bestens geeignet ist. Selbst für die Sportlichen ist etwas dabei: im eigenen Fitnessstudio kann man sich so richtig auspowern und den Alltag wunderbar vergessen.