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Mein Praktikum an der Lighthouse Academy in Letsile/Südafrika

Mein Name ist Annika, ich bin 24 Jahre alt und studiere im Master of Education Deutsch und Ev. Religion sowie Sport als Drittfach. Von Juli bis September 2015 habe ich ein Praktikum an der „Lighthouse Academy“, einer Primary School (Jahrgang 1-7) in Letsitele, Südafrika gemacht und auch außerunterrichtlich an verschiedenen Projekten der Trägerorganisation „Tshega Christian Missions“ mitgewirkt. Die Vermittlung zu dieser Organisation sowie die Vorbereitung für diesen Auslandsaufenthalt erfolgte durch easyGo-easyCome.

 

Was hat Dich bei Deinem Praktikum überrascht?

Positiv überrascht hat mich durchaus die Professionalität dieser Schule! Für Vertretungsstunden, die ich durchführte, legte mir die Schulleiterin einen Lehrplan mit konkreten Lernzielen vor, die ich mit den SuS realisieren sollte. Dieser ähnelte überraschenderweise sehr dem Kerncurriculum, mit dem wir hier in Deutschland arbeiten. Dies hatte ich für eine kleine Privatschule, die an keinerlei Normen und Standards außerhalb ihres eigenen Bildungsplanes gebunden ist, in dieser Form nicht erwartet.

 

Was war Deine größte Herausforderung?

Zum einen die Spontaneität! In Deutschland sind wir ja nun mal sehr organisiert und termingebunden – in Südafrika sieht das anders aus. Unterrichtszeiten und Termine verschieben sich hier ständig. Nach kurzer „Umstellungsphase“ lernt man diese Flexibilität jedoch auch zu schätzen – und genießt die afrikanische Entspanntheit. Zum anderen bestand meine persönliche Herausforderung in dem Spagat zwischen meiner Funktion als Lehrperson, der das Wohl der Kinder am Herzen liegt, und der Erkenntnis, dass ich die Lebenssituation aller Kinder nicht verbessern kann, die dort unterhalb jeglichen Existenzminimums leben. Von daher war es mir umso wichtiger, das Schulprogramm zu unterstützen, das den Kindern in dieser Region als einziger „Ausweg“ aus ihrer bisherigen Armut zur Verfügung steht.

 

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Da gab es so einige! Toll war auf jeden Fall eine Physikstunde, in der ich durch die Unterstützung vieler Leute, die mir Glühbirne, Drähte, Batterien, etc. ausliehen, einen Versuch mit den Schülerinnen und Schüler zum Thema Leiter/Nicht-Leiter durchführen konnte. Die Schülerinnen und Schüler waren hellauf begeistert, dass sie dieses Thema praktisch erschließen konnten und ich war wiederum begeistert von ihrer Begeisterung sowie ihrer schnellen Auffassungsgabe. Allgemein kann hier außerdem noch der Humor der Schülerinnen und Schüler genannt werden sowie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, mit der mir die Lehrkräfte begegnet sind.