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Meine Zeit als Fremdsprachenassistentin in Madrid/Spanien

Ich heiße Christina, bin 23 Jahre alt und studiere Mathematik und Sport im Master of Education. Von Oktober 2017 bis Juni 2018 war ich für neun Monate als Fremdsprachenassistenz in Madrid an einer spanischen Schule mit Deutschsektion. Ich habe mich entschieden, mir zwischen meinem Bachelor und Master ein Jahr Zeit zu nehmen, um Auslandserfahrung zu sammeln und ein neues Schulsystem kennenzulernen. Dafür schien mir die Möglichkeit, als Fremdsprachenassistenz in Spanien für ein Schuljahr Deutsch als Fremdsprache zu lehren, eine sehr gute Option.

Darf ich Dir drei Fragen zu Deiner Tätigkeit als Fremdsprachenassistentin in Madrid stellen, liebe Christina?


Was hat dich bei deinem Praktikum überrascht?
Am meisten hat mich überrascht, wie groß die Unterschiede zwischen den beiden Schulsystemen sind. In Spanien gehen die SuS 6 Jahre in die Grundschule und kommen danach alle zusammen für weitere 4 Jahre auf eine Gesamtschule. Je nachdem wie gut das Abschlusszeugnis ist, können sie danach noch weitere 2 Jahre zur Schule gehen, um eine Hochschulberechtigung zu erwerben. Es ist deutlich zu bemerken, dass die SuS nie nach Leistung unterteilt werden, wie hier in Deutschland und sie länger in der Grundschule sind. Hierdurch erschien die Heterogenität in den Klassen größer als hier in Deutschland.

Was war die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung in meiner Zeit als Fremdsprachenassistenz war für mich, zu sehen, wie groß die Perspektivlosigkeit unter den Jugendlichen in Madrid aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit ist. Und zeitgleich auch zu erleben, wie schlecht die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte dort sind. Die meisten Verträge in Spanien sind auf ein Schuljahr befristet, sodass viele Lehrkräfte zu den Sommerferien entlassen werden und dann im nächsten Schuljahr mit Glück an einer anderen Schule neu eingestellt werden. Hierbei neutral zu bleiben, fiel da nicht selten schwer.

Was war dein schönstes Erlebnis?
Mein schönstes Erlebnis war die ganze Zeit in Spanien als Gesamtes. Ich habe viele Freundschaften geschlossen und bereichernde Erfahrungen - vor allem auch in der Schule sammeln dürfen. Außerdem habe ich viel von Spanien und Portugal auf Wochenendreisen sehen und von der Kultur und den Menschen dort erleben dürfen. Grundsätzlich kann ich einen Auslandsaufenthalt in Form einer Fremdsprachenassistenz nur empfehlen und würde es jeder Zeit wieder so machen.