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Mein Praktikum an der Kungsmadskolan in Växjö/Schweden

 

Ich heiße Marilisa, bin 22 Jahre alt und studiere Farbtechnik, Raumgestaltung und Englisch auf Berufsschullehramt. Im September 2018 habe ich ein Praktikum an dem praktischen Gymnasium, der Kungsmadskolan, in Schweden gemacht. Das Praktikum habe ich als allgemeines Schulpraktikum im Bachelor Technical Education mit großer Begeisterung absolviert und kann es jedem weiterempfehlen.

Darf ich Dir drei Frange zu Deinem Praktikum in Schweden stellen, liebe Marilisa?

Was hat Dich bei Deinem Praktikum überrascht?

Das Praktikum hat mich vom ersten Tag an in vielen Perspektiven positiv überrascht und beeindruckte mich auch in den weiteren vier Wochen zunehmend.
Zunächst war der erste überraschende Eindruck, bevor ich überhaupt jemanden kennenlernte, das Gebäude. Der Schulkomplex ist in vielen Teilen renoviert worden und ähnelt in vielerlei Hinsicht an ein helles Museum mit einer freundlichen Eingangshalle. Alle Räume, die ich im Laufe der Zeit betreten habe, hatten eine angenehme Lautstärke, helle Wände und sehr gute Ausstattungen. Jeder Raum war komplett sauber und warm. Außerdem waren alle Klassenräume mit Beamern, Lautsprechern und anderen notwendigen digitalen Geräten ausgestattet, die immer funktionierten. Eine Schule dieser Art hatte ich in Deutschland zuvor noch nie gesehen.
Doch auch die Lehrer/-innen und Schüler/-innen hatten ein anderes Verhältnis untereinander und zueinander. Alle Personen an der Schule sprachen sich mit dem Vornamen an und hatten ein sehr freundschaftliches Verhältnis zueinander, woraufhin die Schüler/-innen auch mit einem selbstverständlichen Respekt die Lehrer/-innen behandelten. Dies beruhte auf Gegenseitigkeit.
In jeder Hinsicht hat mich diese derart freundliche und offene Schule positiv überrascht.

Was war die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war wohl das permanente Sprechen auf Englisch in allen Unterrichtsfächern. Doch nach wenigen Tagen waren die Lehrer/-innen, die Schüler/-innen und ich daran gewöhnt und alle konnten sich gut und beinahe problemlos unterhalten. Auch die Unterrichtseinheiten, die ich selbstständig vorbereitet habe und gehalten habe, waren durchgehend auf Englisch. Da ich allein den Unterricht halten wollte, und die Schüler/-innen, und auch ich, nicht alle Fachwörter wussten, mussten wir uns immer mal wieder mit schwedischen und deutschen Aussprachen aushelfen. Doch auch dies war keine große Herausforderung, da die Schweden und Schwedinnen an dieser Schule sehr verständnisvoll und geduldig sind.

Jede einzelne Unterrichtsstunde hat trotz dieser kleineren Herausforderungen viel Freude bereitet.

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war der enge und schon fast freundschaftliche Kontakt zu den Lehrer/-innen und Schüler/-innen. Mit vielen Schüler/-innen aus unterschiedlichen Klassen habe ich mich auf einer ganz natürlichen Weise über vieles unterhalten, wobei trotzdem eine klare Rollenverteilung von Schüler/-in zu Lehrer/-in stattfand. Es war sehr angenehm zu erfahren, dass eine Lehrerin bzw. ein Lehrer nicht mit Abstand und Strenge an Schüler/-innen herantreten muss, um Erfolg und Respekt von ihnen zu bekommen.