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Mein Praktikum an der ROC Friesepoort in Sneek, Niederlande

 

Ich heiße Lena, bin 24 Jahre alt und studiere Berufsschullehramt mit den Fächern Lebensmittelwissenschaften und Sozial-/Sonderpädagogik. Ich habe mich dazu entschlossen, mein Schulpraktikum, das im Bachelor vorgesehen ist, an einer niederländischen Berufsschule zu absolvieren. Aus diesem Grund hat es mich für den September und Oktober an die ROC Friese Poort nach Sneek verschlagen, wo ich den Deutschunterricht begleiten und unterstützen konnte.

 

Was hat dich bei deinem Praktikum überrascht?

Mir war schon vor Beginn meines Praktikums bewusst, dass die Schulen in den Niederlanden technisch etwas fortschrittlicher und moderner sind als die Deutschen. Dennoch war ich sehr überrascht als ich den Schulalltag dann schließlich selber miterlebt habe. Es wird größtenteils mit Computern gearbeitet, es gibt online Lern- und Prüfungsprogramme und die Lehrkräfte greifen eher seltener auf Frontalunterricht zurück. Allgemein waren die Klassenräume sehr modern aufgebaut. Das war schon sehr faszinierend! Dennoch habe ich gemerkt, dass dieser digitale Fortschritt sowohl Vorteile als auch Nachteile hat. Die Schüler/inne lassen sich natürlich auch schnell vom Internet und ihren Handys im Unterricht ablenken…

 

Was war die größte Herausforderung?

Da dies mein erstes Schulpraktikum war, empfand ich es anfangs als Herausforderung den Schüler/innen gegenüber als souveräne Lehrkraft aufzutreten, nicht schüchtern zu sein und auf sie zuzugehen. Ich war es noch nicht gewohnt den Jugendlichen, die teilweise kaum jünger waren, als Lehrkraft zu begegnen. Hinzu kam noch, dass die meisten mich auf Deutsch nur schwer verstehen konnten, aber ich auch Schwierigkeiten hatte mich auf Niederländisch auszudrücken und die Schüler/innen zu verstehen. Im Laufe der Zeit hat sich das aber geändert, ich habe die Jugendlichen besser kennengelernt, ich konnte ihnen beim Lernen helfen und habe auf diese Weise auch viel von Ihnen im Niederländischen gelernt.  

 

Was war dein schönstes Erlebnis?

Eines meiner schönsten Erlebnisse war ein Ausflug in meiner ersten Schulwoche mit mehreren Klassen aus dem ersten Lehrjahr. Wir haben verschiedene Outdoor-Aktivitäten wie Kajak fahren, Bogenschießen, ein Floß bauen und einen Parcours über einem Fluss überqueren gemacht. Die Stimmung war sehr locker und die Schüler/innen waren gut gelaunt. Ich habe mich mit vielen Leuten unterhalten und meine ersten niederländischen Sprachkenntnisse anwenden können. Die meisten waren sehr begeistert, dass ich versucht habe Niederländisch zu sprechen und das hat mich natürlich auch gefreut und motiviert weiter zu lernen. Für mich war es ein guter Einstieg, auf entspannte Art die Jugendlichen und auch das Kollegium kennenzulernen.