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Mein Praktikum an der Deutschen Schule Lissabon/Portugal

 

Hallo, mein Name ist Laureen, ich bin 23 Jahre alt und studiere Sonderpädagogik mit dem Zweitfach Sachunterricht. Ich mache seit Oktober 2018 meinen Master. Zwischen dem Bachelor und Master Studium habe ich mir ein Jahr Zeit genommen, um noch praktische Erfahrungen zu sammeln. Insgesamt habe ich sechs Monate, von Januar bis Juli 2018, als Vertretungslehrkraft an der deutschen Grundschule in Lissabon gearbeitet.

 

Was hat Dich bei Deinem Praktikum überrascht?

Am meisten hat mich die sprachheterogene Schülerschaft überrascht. Bei der Schule handelt es sich um eine deutsche Auslandsschule in der alle Fächer, abgesehen von Portugiesisch, auf Deutsch unterrichtet werden. Deshalb bin ich zunächst davon ausgegangen, dass die Schüler*innen hauptsächlich aus Deutschland kommen. Allerdings haben nur etwa ein Drittel der Schülerschaft Deutsch als ihre Muttersprache. Die anderen zwei Drittel stammen aus den unterschiedlichsten Ländern und somit stellt die Förderung der deutschen Sprachen einen großen Stellenwert im Schulalltag dar. Aus diesem Grund musste ich während des Unterrichtes und auch im sozialen Umgang mit den Schüler*innen immer berücksichtigen, dass die meisten von ihnen Deutsch als Zweitsprache lernen.

 

Was war die größte Herausforderung?

Ich kam mehr oder weniger frisch aus meinem Bachelor Studium und bekam die Möglichkeit direkt als Vertretungslehrkraft zu arbeiten. Diese Gelegenheit bietet natürlich viele Chancen, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich. Das schwerste war für mich meine Rolle innerhalb des Kollegiums zu finden und mich selbst als eigenständige Lehrkraft wahrzunehmen. Ich war in allen Klassenstufen meistens als Zweitlehrkraft tätig und habe mit vielen unterschiedlichen Lehrkräften zusammengearbeitet. In der Anfangszeit galt es also nicht nur alle Kollegen kennenzulernen, sondern zugleich gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, wie das gemeinsame Unterrichten funktionieren kann.

 

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war der Wandertag mit der gesamten Grundschule an den Guincho Strand. Zunächst liefen gemeinsam alle Schüler*innen und Lehrkräften einen Wanderweg Richtung Strand und im Anschluss gab es noch verschiedene Aktivitäten am Meer. Dieser Tag gab mir die Möglichkeit nochmal ganz anderes mit den Schüler*innen sowie der Kollegenschaft in Kontakt zu treten. Ich war inzwischen schon vier Monate an der Schule tätig und fühlte mich super wohl.